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Große Sorge um Altkanzler Helmut Schmidt

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Große Sorge um Altkanzler Helmut Schmidt

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Der Gesundheitszustand des früheren deutschen Kanzlers Helmut Schmidt (96) hat sich offenbar dramatisch verschlechtert. Dies berichteten das “Hamburger Abendblatt” und der Sender NDR 90,3 am Montag unter Verweis auf Schmidts Freundeskreis. dpa zufolge verlautbarte auch aus dem Umfeld des SPD-Politikers, dass es Schmidt sehr schlecht gehe. Die Tochter des Altkanzler, Susanne Schmidt (68), die in England lebt, sei bereits an der Seite ihres Vaters in Hamburg.

Nach Informationen der “Bild”-Zeitung habe sich der frühere deutsche Kanzler zusätzlich zu weiteren Beschwerden in Folge einer schweren Gefäß-OP vor zwei Monaten eine unklare Infektion zugezogen, habe hohes Fieber und sei derzeit nicht mehr ansprechbar. Das berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf Schmidts Familie und seinen Leibarzt Prof. Heiner Greten. “Wir müssen jederzeit mit allem rechnen”, sagte Greten dem Blatt. Sein Kardiologe Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck – derzeit auf Dienstreise in den USA – sagt auf dpa-Anfrage über den 96-Jährigen: “Er will und kann nicht mehr.”

Greten erklärte am Dienstag dem “Hamburger Abendblatt”, die Lage sei außerordentlich prekär. Schmidt sei aktuell nur sehr selten bei Bewusstsein. Greten, der laut “Abendblatt” auch Vertrauter und Freund des Altkanzlers ist, betonte, er sei in Absprache mit Schmidts Tochter befugt, Auskunft zu geben, ohne die ärztliche Schweigepflicht zu verletzen. Die Familie akzeptierr das große Interesse der Öffentlichkeit am Wohle Helmut Schmidts und freue sich über die Anteilnahme der Hamburger.

Helmut Schmidt war Anfang September in Hamburg wegen eines Blutgerinnsels am Bein operiert worden und anschließend auf eigenen Wunsch nach Hause entlassen worden und in sein Haus in Hamburg-Langenhorn zurück gekehrt, wo er rund um die Uhr betreut wird.

(mit dpa)