Eilmeldung

Eilmeldung

Innenminister Bernard Cazeneuve: "Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen"

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat zwei Tote bei einem Fahndungseinsatz von Sicherheitskräften nördlich von Paris bestätigt. In St

Sie lesen gerade:

Innenminister Bernard Cazeneuve: "Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen"

Schriftgrösse Aa Aa

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat zwei Tote bei einem Fahndungseinsatz von Sicherheitskräften nördlich von Paris bestätigt. In St. Denis sei demnach in den Morgenstunden eine Frau durch Sprengstoff umgekommen. Der Einsatz in einer Wohnung eines 4 stöckigen Gebäudes habe “Terroristen außerstande setzen sollen, anderen zu schaden.”

Meinung

Es gibt Hinweise, dass sich der Terrorverdächtige Abdelhamid Abaaoud in einer konspirativen Wohnung in Saint-Denis aufgehalten hat

Cazeneuve: “Seit heute Morgen um 4 Uhr haben Sondereinheiten der Polizei RAID (“Recherche, Assistance, Intervention, Dissuasion”) eine Operation durchgeführt, um Terroristen unschädlich zu machen. 7 Personen wurden festgenommen. Zwei Menschen starben, darunter eine Frau durch Sprengstoff. Wir werden in den kommenden Tagen den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen. Das Wort hat der Staatsanwalt.”

Staatsanwalt François Molins:

“Eine Menge Arbeit wurde bei der Überwachung geleistet. Es gibt Hinweise, dass der Terrorverdächtige Abdelhamid Abaaoud sich in einer konspirativen Wohnung in Saint-Denis aufgehalten hat.

Bisher konnte die Identität der Verhafteten nicht wirksam überprüft werden. Es wird alles getan, um festzustellen, wer hier wer ist. Nach technisch-wissenschaftlichen Prüfungen der Polizei werden wir Ihnen das sagen und welche Konsequenzen das für die Fahndung hat.”

Bei der Suche nach Komplizen der Attentäter von Paris hatten sich die französischen Sicherheitskräfte im Vorort Saint-Denis eine Schießerei mit mutmaßlichen Islamisten geliefert.

Bei dem Einsatz wurden mindestens drei Polizisten und ein Passant verletzt. Der Stadtteil Saint-Denis liegt in der Nähe des Fußballstadions, wo sich am Freitag am Rande des Länderspiels Deutschland gegen Frankreich drei Angreifer in die Luft gesprengt und einen Passanten getötet hatten. Insgesamt starben bei den zeitgleichen Angriffen auf einen Musikclub und mehrere Straßencafes 129 Menschen, Hunderte wurden verletzt.

In Frankreich gilt seit den Anschlägen der Ausnahmezustand. In Dutzenden Razzien sucht die Polizei nach Unterstützern der Attentäter und Hinweisen auf die Drahtzieher. In einer Mülltonne in der Nähe des Clubs Bataclan, wo 89 Menschen getötet wurden, wurde Ermittlungskreisen zufolge ein Handy mit einer Karte des Clubs und einer SMS mit dem Text “Los geht’s” gefunden.

Frankreich ist an einer von den USA geführten Koalition beteiligt, die mit Luftschlägen gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak kämpft. Nach Angaben von Beobachtern wurden bei den Angriffen der Koalition in den vergangenen drei Tagen 33 IS-Kämpfer getötet. Die Führung der Extremistenmiliz ziehe sich deshalb aus der syrischen Stadt Rakka zurück. Die Kämpfer und ihre Familien ließen sich nun im irakischen Mossul nieder.

su mit AFP, dpa