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Europa will strengere Kontrollen an den Außengrenzen

Europa will seine Grenzen wieder strenger bewachen. Europas Bürger müssen sich auf intensive Kontrollen und lange Schlangen bei der Ausreise aus der

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Europa will strengere Kontrollen an den Außengrenzen

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Europa will seine Grenzen wieder strenger bewachen. Europas Bürger müssen sich auf intensive Kontrollen und lange Schlangen bei der Ausreise aus der EU sowie bei der Einreise einstellen. Als Antwort auf die Anschläge von Paris sollen auch EU-Bürger wieder polizeilich überprüft werden. Darauf einigten sich die Innen- und die Justizminister der EU bei einem Sondertreffen in Brüssel.

“Was die Binnengrenzen der Union anbelangt”, so der französische Innenminister Bernard Cazaneuve, “wird Frankreich die Kontrollen, die es am vergangenen Freitag wieder eingeführt hat, für die Dauer der terroristischen Bedrohung aufrechterhalten.”

Bei den Kontrollen an den Außengrenzen sollen die Beamten künftig auf die europaweite Fahndungsdatenbank Schengener Informationssystem und Daten der Polizeibehörde Europol oder Interpol zugreifen. Schengen funktioniere gut, betonte der für Migration und Inneres zuständige Kommissar Dimitris Avramopoulos. Wichtig sei es, dass die Mitgliedsstaaten Vorschläge für eine Verbesserung der Kontrollen an den Außengrenzen äußerten.

Bisher wurden nur Nicht-EU-Bürger und Flüchtlinge bei der Ein- und Ausreise in den grenzkontrollfreien Schengen-Raum systematisch überprüft.

“Viele der Sicherheitsvorkehrungen, die hier zur Debatte standen, wurden bereits nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift ‘Charlie Hebdo’ angekündigt”, sagt unsere Korrespondentin Efthymia Koutsokosta. “Nun geht es um ihre sofortige Umsetzung. Thema der Gespräche in Brüssel waren auch der Dialog zwischen der EU und der Türkei zur Flüchtlingsfrage sowie die damit verbundene Kontrolle der Außengrenzen und der Einwanderung.”