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Islamfeindliche Übergriffe nach Pariser Anschlägen nehmen zu

In Großbritannien hat die Zahl islamfeindlicher Aggressionen in der Woche nach den Pariser Attentaten deutlich zugenommen. Das berichtet der

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Islamfeindliche Übergriffe nach Pariser Anschlägen nehmen zu

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In Großbritannien hat die Zahl islamfeindlicher Aggressionen in der Woche nach den Pariser Attentaten deutlich zugenommen. Das berichtet der britische Verein “Tell Mama”, der Opfern anti-islamischer Vorfälle Hilfe bietet. Verbale oder physische Angriffe richteten sich demnach vor allem gegen junge Musliminnen, die ein Kopftuch tragen. Die Angreifer sind nach Angaben von Tell Mama zumeist weiße Männer zwischen 15 und 35 Jahren.

Die Pariser Attentate, zu denen sich Extremisten bekannten, werden von vielen pauschal dem Islam zugeschrieben. In zahlreichen Gemeinden wurden die Fassades von Halal-Metzgereien, islamischen Gemeindezentren und Moscheen mit islamfeindlichen oder außerländerfeindlichen Parolen beschmiert. Im nördlichen Cambari wurde ein Türke aus einem Auto heraus angeschossen. Das Fahrzeug trug nach Informationen des Staatsanwalts die französische Nationalflagge auf dem Dach. Das Opfer sei “ohne Zweifel wegen seine Hautfarbe” angegriffen worden. In Pontarlier (Region Franche-Comté) malten

In Paris wurden Sicherheitskontrollen vor Moscheen, wie etwa der im fünften Arrondissement, verschärft: “Sicherheitsvorkehrungen hier machen Sinn. Menschen machen Pauschalisierungen wegen dem, was geschehen ist und basierend auf den Taten von Einzelpersonen. Diese Taten wurden nicht im Namen des Islam ausgeführt. Es ist selbstverständlich auch Muslime zu schützen.”

Die Vereinigung gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich (CCIF) erklärte, dass zahlreiche Muslime Angst vor Übergriffen haben. Zudem hätten sich besorgte Eltern an die Vereinigung gewand, um zu wissen ob Kinder in den Schulen noch sicher sind.