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"Kingdom of Shadows" - Ein Film über die "Verschwundenen" in Mexiko

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"Kingdom of Shadows" - Ein Film über die "Verschwundenen" in Mexiko

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Die Opfer des Drogenkriegs, der an der Grenze zwischen den USA und Mexiko tobt, stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilms Kingdom of Shadows von

Die Opfer des Drogenkriegs, der an der Grenze zwischen den USA und Mexiko tobt, stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilms Kingdom of Shadows von Bernardo Ruiz. Sein besonderes Augenmerk gilt den Tausenden von Menschen, die unschuldig in Mitleidenschaft gezogen, überfallen, getötet oder entführt werden.

Laut Amnesty International gelten mindestens 26.000 Menschen in Mexiko als verschwunden, die meisten im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg seit 2007.

Bernardo Ruiz: “Viele Opfer haben überhaupt nichts mit dem Drogenhandel zu tun. Und dennoch müssen sie unter den Konsequenzen dieses illegalen Geschäfts, das offensichtlich in einem engen Zusammenhang mit dem Drogenkonsum in den USA steht, leiden oder dafür zahlen.”

Der Film stellt drei Menschen exemplarisch in den Mittelpunkt: eine Nonne, die sich für die Hinterbliebenen der Opfer engagiert, einen texanischen Farmer, der in den 1980ern selbst als Drogenschmuggler tätig war und einen US-Fahnder, der im gefährlichen Grenzgebiet operiert.

Auch für den Regisseur war es ein riskanter Dreh, doch das liege in der Natur der Sache, wie Bernardo Ruiz betont. “Es gibt Filmemacher, die ziemlich viel Wind um ihre gefährlichen Erlebnisse machen. Aber letztlich sind es doch die Menschen in den von Drogenkartellen kontrollierten Gebieten, die wirklich in Gefahr sind. Wir produzieren nur einen Film und können einfach wieder verschwinden, wenn es zu riskant wird.”

Bereits 2012 befasste sich der Regisseur in seiner Dokumentation “Reportero” mit dem Thema. Seinen neuen Film hat Bernardo Riuz auf vielen Festivals vorgestellt. Ein Premierendatum im deutschsprachigen Raum steht nicht fest.