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Putin: Ankara werde den Abschuss des russischen Militärjets noch "bereuen"

Putin droht Erdogan in seiner jährlichen "Rede an die Nation", die Sanktionen nach Abschuss des russischen Militärjets im türkischen Luftraum auszuweiten.

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Putin: Ankara werde den Abschuss des russischen Militärjets noch "bereuen"

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Nach dem Abschuss des russischen Militärflugzeugs hat Präsident Wladimir Putin die türkische Führung aufs Schärfste kritisiert. Auf einer Pressekonferenz im Kreml beschuldigte er sie, mit Terroristen zusammenzuarbeiten.

Putin erklärte, jeder zivilisierte Staat müsse Geld bereit stellen, um Terroristen zu vernichten und um sich solidarisch zu zeigen, nicht nur mit Worten sondern auch mit Taten. Das bedeute: keinen Schutz für Kriminelle, keine doppelten Standards, keinen Kontakt zu Terrororganisationen, keine Versuche, diese für eigene Zwecke einzuspannen. Kurzum: keine kriminellen, blutigen Geschäfte mit Terroristen.

Der Abschuss hat die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die IS-Dschihadisten zurückgeworfen. Bisher verhängte Putin Handelssanktionen gegen Ankara. Alle Flüge und Pauschalurlaube in die Türkei wurden gestrichen. Doch dabei bleibt es wohl nicht…

“Wir verzeihen es nicht, sollte jemand mit Terroristen gemeinsame Sache machen,” so der Kreml-Chef. “Diese Botschaft richtet sich an die Türkei, die die russischen Piloten hinterrücks getötet hat, und an die, die heuchlerisch versuchen, sich und ihre Taten zu rechtfertigen und terroristische Verbrechen zu decken. Wahrscheinlich kennt nur Allah den Grund für ihre Taten. Und zur Strafe hat Allah entschieden, die türkische Elite mit dem Verlust von Sinn und Verstand zu bestrafen.”

Während in Moskau der Abschuss vom 24. November eine geplante Provokation genannt wird, rechtfertigte die Türkei das Eingreifen in ihrem Luftraum damit, den Militärjet mehrmals gewarnt zu haben – ohne Erfolg.

An diesem Mittwoch wurde der getötete russische Pilot begraben.

Auf der Pressekonferenz drohte Putin: “Falls die, die dieses schreckliche Kriegsverbrechen begangen haben, denken, sie kommen mit einfachen Sanktionen gegen Tomaten oder im Baugewerbe davon, täuschen sie sich. Russland wird die Täter mehr als nur einmal an den Vorfall erinnern. In Moskau weiß man, was nun zu tun ist.”

Putins Vorwürfe kreisen um angebliche Ölgeschäfte der IS-Terrormiliz mit der Familie des türkischen Präsidenten. Dies wies Recep Tayyip Erdogan zurück. Er kündigte erneut an zurückzutreten, sollte Russland belegen, dass es Ölgeschäfte zwischen der Türkei und dem IS gebe.