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Syrien: Luftangriffe und Stellungskrieg

Bei neuen Luftangriffen von Rebellenhochburgen nahe der syrischen Städte Damaskus und Homs sind mindestens 46 Menschen getötet worden. Wie die

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Syrien: Luftangriffe und Stellungskrieg

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Bei neuen Luftangriffen von Rebellenhochburgen nahe der syrischen Städte Damaskus und Homs sind mindestens 46 Menschen getötet worden. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, gab es allein in zwei Ortschaften östlich der Hauptstadt nach den Luftangriffen mutmaßlich syrischer
Kampfjets rund 35 Tote.

In der syrischen Kleinstadt Kufra, unweit von Aleppo, hat es erneut Explosionen und Schusswechsel gegeben. IS-Dschihadisten veröffentlichten in den sozialen Netzwerken Videos, die angeblich einen russischen Luftangriff zeigen sollen. Ein weiterer Clip zeigt die verlassene Stadt Kufra, die nach Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der Freien Syrischen Armee nun offenbar unter Kontrolle der Islamisten sein soll.

Nördlich von Homs sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 11 Menschen durch Luftschläge der Regierungstruppen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Diese Regierungs-Soldaten sind seit rund zwei Jahren in den Vororten von Damaskus stationiert. Die einst belebten Wohngebiete sind heute eine Geisterstadt. Die Frontlinien in Syrien bewegen sich kaum.

Weil bei den Kämpfen auf dem Boden kein Land gewonnen wird, haben beide Seiten nun begonnen, Tunnel zu graben. Nur ein paar Meter weiter taucht man in eine absurde, andere Welt ein: Kinder tollen auf Spielplätzen, Rentner erholen sich im Park. In Syrien sind Leben und Tod schon lange Nachbarn.