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Aserbaidschan: Nach Brand auf Bohrinsel noch Dutzende Menschen vermisst

Nach dem schweren Brand auf einer Ölplattform im Kaspischen Meer ist die Zahl der Toten auf mindestens sieben gestiegen. Bergungsteams entdeckten

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Aserbaidschan: Nach Brand auf Bohrinsel noch Dutzende Menschen vermisst

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Nach dem schweren Brand auf einer Ölplattform im Kaspischen Meer ist die Zahl der Toten auf mindestens sieben gestiegen. Bergungsteams entdeckten etwa 60 Kilometer von der Bohrinsel entfernt die Leichen mehrerer Arbeiter im Wasser, wie der Zivilschutz der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan in der Hauptstadt Baku mitteilte. Rettungsteams suchten am Montag noch nach
23 vermissten Männern. Dabei wurden auch Hubschrauber und Taucher eingesetzt.

Heftige Böen und hoher Wellengang behinderten die Arbeiten. Starker Wind hatte auf der Bohrinsel im Günesli-Ölfeld eine Gasleitung abgerissen und am Freitagabend das Feuer ausgelöst. Einsatzteams der Südkaukasusrepublik hatten kurz nach Ausbruch des Brands 33 Arbeiter von der Plattform geborgen. Einer der Geretteten zeigte sich skeptisch, dass weitere Männer lebend gefunden werden
könnten. Im kalten Kaspischen Meer könne wohl niemand länger als vier Stunden überleben, sagte er Medien zufolge.

Die im Wasser entdeckten Männer hätten Schwimmwesten getragen, sagte ein Behördensprecher in Baku. Die Leichen würden nun per Hubschrauber an Land gebracht. Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte in einem Telegramm an seinen aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev sein Beileid. Das Feuer auf der Ölplattform sei noch nicht vollständig gelöscht, teilte das staatliche aserbaidschanische Energieunternehmen Socar mit, das die Bohrinsel “Nr. 10” betreibt. Löschschiffe würden nun mit Spezialschaum versuchen, die Flammen zu ersticken. Das Günesli-Ölfeld liegt etwa 120 Kilometer östlich von Baku im Kaspischen Meer.