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Frau bei "Teufelsaustreibung" in Frankfurt zu Tode geprügelt

In Frankfurt hat die Polizei fünf Südkoreaner festgenommen, die eine 41-jährige Landsfrau bei einer mutmaßlichen Teufelsaustreibung zu Tode geprügelt

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Frau bei "Teufelsaustreibung" in Frankfurt zu Tode geprügelt

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In Frankfurt hat die Polizei fünf Südkoreaner festgenommen, die eine 41-jährige Landsfrau bei einer mutmaßlichen Teufelsaustreibung zu Tode geprügelt haben sollen. Die Frau sei in einem Frankfurter Hotel an ein Bett gefesselt und mehrere Stunden lang geschlagen worden. Schließlich sei sie erstickt, so die Staatsanwaltschaft.

Noch sind viele Fragen offen. So sind etwa die möglichen religiösen Hintergründe des Falls unklar. Außerdem prüfen die Ermittler den Zusammenhang mit dem Fall einer schwer verletzten Frau, die in einem Haus in Sulzbach im Taunus entdeckt worden war.

Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus, die Verdächtigen sitzen in U-Haft. Das Motiv war den Ermittlungen zufolge, der vermeintlich von Dämonen besessenen Frau den “Teufel auszutreiben”.

Südkorea bot den Verdächtigen unterdessen konsularische Unterstützung an. Das südkoreanische Generalkonsulat in Frankfurt habe mit den fünf Verdächtigen wie auch mit der Familie der Getöteten in ihrer Heimat Kontakt aufgenommen. Unter den Festgenommenen ist nach ersten Erkenntnissen auch der 15-jährige Sohn der Getöteten. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft sind alle Beteiligten miteinander verwandt.

Bei den Vernehmungen erhielten die Ermittler den Hinweis auf eine Frau in einem Haus in Sulzbach. Sie war unterkühlt und dem Verdursten nahe. In dem Haus hatten die Verdächtigen zeitweise gewohnt. Die Polizei untersucht einen möglichen Zusammenhang mit der mutmaßlichen Teufelsaustreibung.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft