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Empörung über offenbar geplante Zusammenarbeit zwischen Assad und BND

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Empörung über offenbar geplante Zusammenarbeit zwischen Assad und BND

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Offenbar will der deutsche Bundesnachrichtendienst einen permanenten Mitarbeiter nach Damaskus schicken und enger mit dem Regime von Bashar al-Assad zusammenarbeiten.
Das berichtete an diesem Freitag zunächst BILD. Die Boulevardzeitung liefert die Empörung gleich mit Muss das sein?, fragt BILD und fügt hinzu, dass die Bundesregierung in Berlin sich zu den Plänen nicht äußern wollte.

Tatsächlich ist die Nachricht über die geplante Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Geheimdienst und dem syrischen Präsidenten erstaunlich. Gerade erst hatte “Human Rights Watch” einen Bericht über die Massenfolter in den Gefängnissen des Assad Regimes veröffentlicht – mit dem Titel Wenn Tote sprechen könnten.

Entgültig entschieden werden soll die Zusammenarbeit zwischen der deutschen Behörde und Syrien wohl erst in den kommenden Monaten – nicht vor 2016. Ziel de Zusammenarbeit soll es sein, einen Gesprächskanal aufzubauen und die Terrormiliz ISIL gemeinsam zu bekämpfen.

Aus Protest gegen die Brutalität des Assad-Regimes war 2012 Syriens Botschaft in Berlin geschlossen worden, der damalige Außenminister Guido Westerwelle hatte den Botschafter des Landes verwiesen.

In verschiedenen deutschsprachigen Medien wird über Details der Verbindungen zwischen dem deutschen Geheimdienst und Syrien berichtet.