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Indien: Protest gegen Freilassung eines Gruppenvergewaltigers

In Neu-Delhi haben hunderte Demonstranten gegen die Freilassung eines jungen Mannes protestiert, der 2012 an der Gruppenvergewaltigung einer jungen

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Indien: Protest gegen Freilassung eines Gruppenvergewaltigers

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In Neu-Delhi haben hunderte Demonstranten gegen die Freilassung eines jungen Mannes protestiert, der 2012 an der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in einem Bus beteiligt war. Die Demonstration wurde schließlich von der Polizei geräumt.

Der Verurteilte war zur Tatzeit als einziger Beteiligter nicht volljährig. Nach drei Jahren Haft wurde er nun einer privat betriebenen Besserungsanstalt übergeben.

“Sie lassen uns keine Wahl, als hier herzukommen und zu protestieren, und dann tun sie uns auch noch so etwas an”, so die aufgebrachte Mutter des Opfers während des Polizeieinsatzes bei dem Protest. “Unsere Regierung sollte sich schämen.”

Ihre Tochter starb, nachdem die sechs Angreifer sie und ihren Begleiter in einem fahrenden Bus brutal misshandelt und schließlich aus der Tür gestoßen hatten.

Laut Polizei wird in Indien alle 20 Minuten eine Vergewaltigung gemeldet, doch die Brutalität der Tat schreckte das Land auf. Das Strafmaß für Vergewaltigungen wurde seither auf 20 Jahre verdoppelt.

Vier der erwachsenen beteiligten Männer warten auf die Vollstreckung einer Todesstrafe, ein fünfter hat sich in seiner Zelle selbst erhängt.