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Demonstration gegen Übergriffe von Köln - Merkel fordert "harte Antwort des Rechtsstaats"

Als Reaktion auf die gewalttätigen Übergriffe in der Silvesternacht haben am Dienstagabend im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs mehrere hundert

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Demonstration gegen Übergriffe von Köln - Merkel fordert "harte Antwort des Rechtsstaats"

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Als Reaktion auf die gewalttätigen Übergriffe in der Silvesternacht haben am Dienstagabend im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs mehrere hundert Menschen an einer Demonstration teilgenommen. Aufgerufen zu der Aktion hatten mehrere Gruppen und Initiativen, darunter ein Notruf für Frauen. Dutzende Frauen waren in der Silvesternacht aus einer Gruppe von etwa 1000 Männern heraus angegriffen worden. Die Polizei registrierte mehrere schwere Sexualdelikte und einen Fall von Vergewaltigung. Opfer erstatteten mindestens 90 Anzeigen:

Meinung

Man hat mir zwischen die Beine gefasst.

“Wir wurden gestoßen. Man hat mir zwischen die Beine gefasst. Auch meine Freunde wurden geschubst. Mein Freund hat mich dann zur Seite geschoben. Es waren ziemlich viele Leute, so etwa 30 oder 40.”

Einige Opfer wurden offenbar durch Feuerwerkskörper zum Teil erheblich verletzt.

“Ich hörte ein Zischen in meiner Kapuze und jemand versuchte, den Feuerwerkskörper da rauszuholen. Der rutschte aber in meine Jacke und hinterließ Verbrennungen auf meiner Haut. Die Narben werden bleiben. Ich kann von Glück sagen, dass der Feuerwerkskörper nicht explodierte.”

Über die Täter ist bislang wenig bekannt. Nach Polizeiangaben könnte ein Großteil der Männer aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum stammen.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte am Dienstag nach einem Krisentreffen:

“Es gibt keinen Hinweis, dass es sich hier um Menschen handelt, die hier in Köln Unterkunft als Flüchtlinge bezogen haben.”

Die Stadt will künftig bei Großereignissen die Sicherheitsvorkehrungen und die Videoüberwachung verbessern.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte nach den Übergriffen eine harte Antwort des Rechtsstaats.