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Nordkorea: Schritte zur Atommacht

Als Kim Jong-un 2011 die Nachfolge seines Vaters als Staatsoberhaupt der Volksrepublik Nordkorea antrat, erbte er auch ein Arsenal, das die Militärs

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Nordkorea: Schritte zur Atommacht

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Als Kim Jong-un 2011 die Nachfolge seines Vaters als Staatsoberhaupt der Volksrepublik Nordkorea antrat, erbte er auch ein Arsenal, das die Militärs des Landes seit geraumer Zeit um nukleare Waffen erweitern wollen. 2006 und 2009 führte Nordkorea Atomwaffentests durch, die Vereinten Nationen verhängten Sanktionen gegen den kommunistischen Staat.

Anzeichen, dass Kim Jong-un von dem Vorhaben abrücken könnte, seine Armee nuklear aufzurüsten, stellten sich als Fehlinterpretation heraus. Erst jüngst wiederholte er in seiner Neujahrsansprache seine Überzeugung, die Vereinigten Staaten und Südkorea seien in den Planungen eines Atomkrieges gegen Nordkorea begriffen. Sollte sein Land provoziert werden, sei ein “heiliger Krieg für Gerechtigkeit” die Antwort, sagte Kim Jong-un.

Im Dezember 2012 testete Nordkorea eine Langstreckenrakete, die laut Japan und Südkorea geeignet wäre, mit Atomsprengköpfen ausgestattet zu werden. Dass das Embargo der Vereinten Nationen das Land wirtschaftlich und finanzpolitisch isoliert, schreckt die Staatsführung nicht ab. Die atomare Entwicklung wird unter Kim Jong-un – soweit bekannt – sukzessive fortgeführt.

Im Februar 2013 wurde im Norden des Landes ein weiterer Atomwaffentest durchgeführt, im Mai vergangenen Jahres gab Pjöngjang bekannt, bei einem Manöver erstmals eine Rakete von einem U-Boot aus abgefeuert zu haben. Zudem sei man fortan in der Lage, Flugkörper mit Atomsprengköpfen zu fertigen.

US-Medien zufolge verfügt Nordkoreas Armee über eine Stärke von rund 1,2 Millionen Mann. Zähle man mehr als sieben Millionen Reservisten hinzu, könne das Land im Krisenfall auf eine der größten Truppen der Welt zurückgreifen.