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Chinas Arm reicht weit - Frankfurt, London, New York

Der Absturz der chinesischen Börsen hat die Aktienmärkte weltweit deutlich ins Minus gedrückt. Dax und EuroStoxx50 fielen um bis zu vier und 3,6

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Der Absturz der chinesischen Börsen hat die Aktienmärkte weltweit deutlich ins Minus gedrückt. Dax und EuroStoxx50 fielen um bis zu vier und 3,6 Prozent, an der Wall Street begann der Dow-Jones-Index gleich mit rund minus zwei Prozent.

Meinung

Das erinnert an den Börseneinbruch im vergangenen August

Eine neue Abwertung der chinesischen Währung Yuan und
der zweite Abbruch des Aktienhandels in Shanghai wegen abrupten Kursverfalls in dieser Woche schürten Sorgen vor einer weiteren Konjunkturabkühlung in der nach den USA weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Eine Kettenreaktion: Die Furcht vor einer schwächeren Nachfrage aus China ließ die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit fast zwölf Jahren fallen, was wiederum US-Börsenschwergewichten wie Exxon und Chevron zusetzte. Deren Papiere gaben 1,8 und 2,3 Prozent nach. Auf dem Verkaufszettel stand auch die Apple-Aktie angesichts anhaltender Spekulationen über eine geringere iPhone-Nachfrage. Sie gab 2,1 Prozent nach. Auch andere große Technologie-Titel tendierten schwächer: Facebook verlor 1,9 Prozent, Amazon 1,7 Prozent und Yahoo 4,5 Prozent an Wert.

Leo Grohowski, BNY Mellon Wealth Management, New York:

“Es gibt eine Menge Bedenken, was den Bremsweg Chinas angeht. Die Abwertung macht vielen Sorgen – was könnte wirklich dahinterstecken in einer Wirtschaft, die viele Anleger schon anzweifeln, was die tatsächliche Wachstumsrate angeht. Das erinnert an den Börseneinbruch im vergangenen August.”

Auch damals hatte eine Yuan-Abwertung Europas Börsen erschüttert.

In Chinas Börsen selbst gingen die sogenannte Wellenbrecher – sie unterbrechen automatisch den Handel, wenn sieben Prozent Verlust erreicht sind – bisher eher nach hinten los. Sie hatten den Ausverkauf angeheizt, statt ihn zu bremsen und werden ab Freitag selbst ausgesetzt, so die Börsen Shanghai und Shenzhen auf ihren Websites.

su mit Reuters