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Rechtsextreme Angriffe in Leipzig und Potsdam

Am Jahrestag der Gründung der islamfeindlichen Legida-Bewegung ist es in Leipzig zu Ausschreitungen gekommen. Am Rande einer Kundgebung gegen die

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Rechtsextreme Angriffe in Leipzig und Potsdam

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Am Jahrestag der Gründung der islamfeindlichen Legida-Bewegung ist es in Leipzig zu Ausschreitungen gekommen. Am Rande einer Kundgebung gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel am Montagabend zogen etwa 250 Rechtsextremisten und Hooligans randalierend durch den Stadtteil Connewitz, der für seine linksautonome Szene bekannt ist. Dort zündeten sie Pyrotechnik, zerschlugen Fensterscheiben von Geschäften und setzten Autos in Brand.

Die Polizei registrierte Dutzende Straftaten und nahm von mehr als 200 Verdächtigen die Personalien auf. Insgesamt waren in Leipzig rund 2000 Beamte im Einsatz. Einer Reporterin des MDR wurde ins Gesicht geschlagen.

Die taz spricht von einer sich radikalisierenden Szene.

Auch in Potsdam kam es bei einer mit Pegida und Legida zusammenhängenden Kundgebung am Montagabend zu Gewalt. Hier gab es Übergriffe durch Gegendemonstranten, es flogen Steine und Flaschen. Die Polizei forderte zusätzliche Hundertschaften an, sieben Beamte wurden verletzt.

An der eigentlichen Legida-Kundgebung in Leipzig nahmen laut Beobachtergruppen über 3000 Menschen teil, deutlich mehr, als in den Monaten zuvor. Parallel dazu veranstalteten etwa gleich viele Legida-Gegner eine Gegenveranstaltung. Sie fanden sich zu einer Lichterkette zusammen, gegen Fremdenfeindlichkeit, Pauschalverurteilung und Nationalismus.