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"Son of Saul" - Ungarns erster Golden Globe

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"Son of Saul" - Ungarns erster Golden Globe

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Sichtlich bewegt gab Filmdame Helen Mirren den Namen des diesjährigen Golden-Globe-Gewinners in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film

Sichtlich bewegt gab Filmdame Helen Mirren den Namen des diesjährigen Golden-Globe-Gewinners in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film bekannt. Erstmals in der Geschichte der Golden Globes hat ein ungarischer Beitrag den begehrten Filmpreis erhalten.

Meinung

Der Holocaust hat uns die Bestie gezeigt, die in uns Menschen schlummert. Es ist eine Möglichkeit, die immer existiert, die jederzeit neu aufflammen kann.

“Saul Fia” (Sohn des Saul) von László Nemes führt in den Höllenschlund des Vernichtungslagers Auschwitz und folgt dem KZ-Gefangenen Saul Ausländer, der einem sogenannten “Sondereinsatzkommando” angehört und die Leichen seiner vergasten Mitgefangenen in die Verbrennungsöfen schieben muss. Eines Tages glaubt er, unter den Toten seinen Sohn zu erkennen.

László Nemes: “Der Holocaust hat uns die Bestie gezeigt, die in uns Menschen schlummert. Es ist eine Möglichkeit, die immer existiert, die jederzeit neu aufflammen kann. Wie sehen, dass das Völkermorden bis heute weitergeht, dass es nie aufgehört hat. Wir müssen in die menschliche Seele schauen, und das Kino kann das, auf eine, wie ich finde, einschneidende Weise.”

Der Debütfilm des Ungarn wurde 2015 auf dem Festival von Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet und gilt nunmehr als aussichtsreicher Anwärter auf einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film.

Wir haben auch in unserem Kinomagazin Cinema Box über “Son of Saul” berichtet: