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"Mythopathy": Tassos Boulmetis schwelgt in "sarkastischer Nostalgie"

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"Mythopathy": Tassos Boulmetis schwelgt in "sarkastischer Nostalgie"

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In weniger als einer Woche haben bereits mehr als 50.000 Griechen “Mythopathy”, den neuen Film von Tassos Boulmetis gesehen. Zwölf Jahre nach seinem

In weniger als einer Woche haben bereits mehr als 50.000 Griechen “Mythopathy”, den neuen Film von Tassos Boulmetis gesehen. Zwölf Jahre nach seinem zweiten Film Zimt und Koriander scheint der griechische Regisseur an seinen Erfolg von 2003 anschließen zu können. Sein zweiter Streifen war mit über 1,5 Millionen verkauften Tickets der erfolgreichste Film Griechenlands. Er wurde in 36 Ländern gezeigt. “Mythopathy” erzählt vom Erwachsenwerden eines Jungen in den 1960- und 1970er-Jahren. Der Titel spielt auf den Südwind an: Wenn er bläst, erfindet der Protagonist immer seine Geschichten.

Meinung

Die Geschichte hat mit der aktuellen Situation Griechenlands zu tun.

“‘Mythopathy’ ist viele Dinge zusammen. Für mich drückt der Film sarkastische Nostalgie aus. Die Geschichte hat mit der aktuellen Situation Griechenlands zu tun. Besonders der zweite Teil des Films, der politische Teil reflektiert, was gerade in unserem Land passiert. Viele junge Menschen erzählen mir, dass sie sich mit der Atmosphäre im Film identifizieren können. Was wir heute erleben, ist direkt mit allem verbunden, was in den 1970er-Jahren gesagt und erzählt wurde”, erklärt Tassos Boulmetis.

“Mythopathy” erzählt das persönliche Tagebuch der Hauptfigur, angefangen in seiner Kindheit bis zu seiner Entscheidung, ein Regisseur zu werden. In dem Stavros sich der Realität stellt, findet er heraus, was er wirklich will. Es ist auch ein Film über griechische Mythen und eine bittersüße Komödie über den ersten Liebeskummer. Schauspieler Yiannis Niarros sagt: “Ich behalte von dem Film ein Verlustgefühl. Der Film zeigt einen anderen, fantasievollen und sehr optimistischen Weg, sich dem Verlust zu stellen, neu gegenüber allem, was wir bereits kennen.”

Auf seiner Reise zum Erwachsenwerden erfindet Stavros Geschichten über alte Mythen, lange Reisen und schöne Frauen. Er bindet die Realität in Bildern und findet sich selbst dabei.Alle Frauen, die ihm begegnen, verlassen ihn für andere Männer.

“Beim Anschauen des Films fühlte ich, dass er sich auf uns bezog. Wir leben in einer bestimmten Zeit, einem bestimmten Ort. Das bestimmt unser Leben. Wir sind hier aufgewachsen. Der Film bringt meine jüngste Vergangenheit zurück, die meiner Familie, er hat etwas mit meiner Identität, mit mir zu tun”, so die Schauspielerin Maria Kallimani.

“Mythopathy” feierte seine Premiere auf dem 65. Thessaloniki-Film-Festival im November und läuft jetzt in griechischen Kinos.