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SAG-Awards: Wegweiser für die Oscars

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SAG-Awards: Wegweiser für die Oscars

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Es war die Nacht der Stars und Pailletten bei der Verleihung der “Screen Actors Guild Awards”, der Preise der US-amerikanischen

Es war die Nacht der Stars und Pailletten bei der Verleihung der “Screen Actors Guild Awards”, der Preise der US-amerikanischen Schauspielervereinigung. Sie gelten als zuverlässige Oscar-Vorboten. Und zeichneten sich in diesem Jahr, im Gegensatz zu den stark kritisierten Oscar-Nominierungen, durch ethnische Vielfalt aus.

Der Preis für das beste Ensemble ging zunächst einmal an die Besetzung des Enthüllungsdramas “Spotlight” unter anderem mit Mark Ruffalo, Michael Keaton, Christian Bale und Brad Pitt.

Michael Keaton: “Dieser Preis ist für die Machtlosen und für die Machthaber, die die Machtlosen ausgenutzt haben. Das kann ich ganz frei sagen – und ich bin stolz, mit dabei zu sein.”

“Spotlight” handelt von den Recherchen eines Journalistenteams der US-Zeitung “The Boston Globe”, das Kindesmissbrauchsfälle in der katholische Kirche und das systematische Wegschauen der Justiz aufdeckt. Der Film ist mit sechs Nominierungen im Oscar-Rennen.

Der große Sieger des Abends war der Brite Idris Elba, der gleich zweimal ausgezeichnet wurde: für seine Rolle als Detektiv in der TV-Serie “Luther” und als als bester männlicher Nebendarsteller in “Beasts of No Nation”.

Idris Elba: “Wir haben einen Film über echte Menschen und wahre Schicksale gedreht. Dafür ausgezeichnet zu werden, ist sehr wichtig. Denn viele mussten leiden, danke, dass Sie diesem Film Respekt ihre Anerkennung erweisen. Respekt!”

In dem Kindersoldatendrama von Cary Fukunaga spielt Elba einen brutalen Rebellenführer. Der Film galt vielen als einer der besten des Jahres 2015, ging aber bei den Oscar-Nominierung jedoch leer aus.

Einen Schritt näher in Richtung Oscar rückte Leonardo DiCaprio. Er wurde für seine Rolle im Überlebensdrama “The Revenant – Der Rückkehrer” zum besten Darsteller gekürt, sein allererster “Screen Actors Guild Award” nach vielen Anläufen.

Leonardo DiCaprio: “Wir alle stehen auf den Schultern von Riesen. Ich möchte mich bei alle jenen bedanken, die vor mir da waren und mich inspiriert haben und bei allen hier anwesenden Schauspielern. Dies bedeutet sehr viel für mich.”

In “Der Rückkehrer” spielt DiCaprio einen Fallensteller, der bei einer Expedition zu Beginn des 18. Jahrhunderts schwer verletzt von seinen Begleitern in der Wildnis zurückgelassen wird. Der Film könnte seinem bärenstarken Hauptdarsteller den lang ersehnten Oscar bescheren. Den Golden Globe hat er bereits.

Erwartungsgemäß gewann Brie Larson den Preis für die beste Schauspielerin für ihre Rolle im Entführungsdrama “Raum”. Auch sie wurde bereits mit dem Golden Globe und dazu noch dem Critic’s Choice Award geehrt – ein gutes Omen für Oscar-Verleihung.

In “Raum” spielt Larson eine junge Frau, die von ihrem Vergewaltiger in einem winzigen Gartenschuppen eingesperrt lebt. In diesem beengten Raum wächst ihr kleiner Sohn heran, dem sie mit liebevollen Erzählungen eine behütete Welt erschafft. Bis es den beiden gelingt, ihren Peiniger zu überlisten und zu fliehen.

Die Schauspielerin Uzo Aduba wurde für ihre Rolle in der Gefängnisserie “Orange is the New Black” zur besten Darstellerin gekürt. Die Serie erhielt außerdem den Preis für das beste Komödien-Ensemble.

Die britische Dramaseire “Downton Abbey” konnte sich mit dem Ensemble-Preis gegen Konkurrenten wie “Game of Thrones”, “Homeland” oder “House of Cards” durchsetzen.