Pakistan: Zwei Tote bei Protesten am Flughafen von Karachi

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Von Alexandra Leistner  mit AP, REUTERS
Pakistan: Zwei Tote bei Protesten am Flughafen von Karachi

<p>In Pakistan sind bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei am Flughafen von Karachi mindestens zwei Personen getötet worden. </p> <p>Nach Angaben der Ärztin Seemi Jamali wurden die beiden Toten erschossen. Bei ihnen soll es sich um Angestellte der Airline Pakistan International handeln. Zudem seien mindestens acht Menschen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Menschenrechtler forderten umgehende Ermittlungen.</p> <p>Die Polizei bestritt Anschuldigungen, wonach sie das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnet habe. “Wir suchen in der Gegend nach Patronenhülsen. Wenn sie von kleinen Waffen stammen, dann können sie nicht von den Ordnungskräften sein. Denn wir tragen keine kleinen, sondern große Waffen”, erklärte ein Polizeisprecher.</p> <p>Bei Twitter berichteten Journalisten von Gewalt gegenüber friedlichen Demonstranten. <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en"><p lang="en" dir="ltr">A Rangers paramilitary soldier raises a stick at a female <span class="caps">PIA</span> protester at Karachi airport <a href="https://t.co/zSv8wuDhFs">pic.twitter.com/zSv8wuDhFs</a></p>— omar r quraishi (@omar_quraishi) <a href="https://twitter.com/omar_quraishi/status/694461299774885888">February 2, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>Das Personal der nationalen Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (<span class="caps">PIA</span>) protestiert seit rund einem Monat gegen die geplante Privatisierung des Unternehmens. Die Regierung hofft, dass die verschuldete Fluglinie mithilfe eines Investors wieder schwarze Zahlen schreibt.</p> <p>Die Gewerkschaften hatten zu dem Protest aufgerufen. Am Montag kündigten die <span class="caps">PIA</span>-Mitarbeiter an, ihre Arbeit landesweit niederlegen zu wollen. Daraufhin machte die Regierung von einem Gesetz gebraucht, um alle Gewerkschaften für sechs Monate zu verbieten.</p> <p>Die Fluglinie war in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Misswirtschaft, Verspätungen und gestrichenen Flügen in den Schlagzeilen gewesen.</p>