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Kirchengipfel auf Kuba ohne politische Themen

Patriarch Kirill, Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, hat seine Lateinamerika-Reise angetreten. Der erste Halt ist Kuba. Dort wird Kirill auch

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Kirchengipfel auf Kuba ohne politische Themen

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Patriarch Kirill, Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, hat seine Lateinamerika-Reise angetreten. Der erste Halt ist Kuba. Dort wird Kirill auch mit Papst Franziskus zusammentreffen. Dass die Karibikinsel als Ort der Begegnung gewählt wurde, sei keine politische Aussage, so das Patriarchat in Moskau.

“Die Themen der Kirche stehen in keiner Verbindung zu den politischen Themen eines Landes. Wir gehen von der Grundlage aus, dass es sich um eine Zusammenkunft kirchlicher Würdenträger handelt und dass Politik bei diesem Treffen keine Rolle spielen wird. Etwas Anderes hineinzuinterpretieren ist zwecklos”, sagte Alexander Wolkow, Sprecher der russisch-orthodoxen Kirche.

Das Treffen zwischen Patriarch und Papst gilt als Sensation und war erst vergangene Woche bekannt gegeben worden. Nur wenige Kirchenmänner wie der schweizer Kurienkardinal Kurt Koch waren eingeweiht: “Es war sehr wichtig, dass wir in der Öffentlichkeit zuvor nicht darüber gesprochen haben, weil es sich um ein historisches Ereignis handelt”, so Koch. “Es ist das erste Mal, dass sich ein Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche und der Papst der katholischen Kirche treffen. Das musste im Verborgenen vorbereitet werden.”

Papst Franziskus, der für den Abstecher nach Kuba seine Mexiko-Reise unterbricht, hatte erstmals im November 2014 erklärt, er sei jederzeit und überall zu einem Treffen mit dem Patriarchen bereit.Zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche bestehen erhebliche Differenzen: So wird immer wieder der Vorwurf des Abwerbens von Gläubigen geäußert.