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Schwedisches Mädchen: Einmal IS-Miliz und zurück

Im Mai war die 16 Jahre alte Schwedin Marlin mit ihrem Freund (19) über Syrien in den Irak gereist, um sich der Miliz Islamischer Staat

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Schwedisches Mädchen: Einmal IS-Miliz und zurück

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Im Mai war die 16 Jahre alte Schwedin Marlin mit ihrem Freund (19) über Syrien in den Irak gereist, um sich der Miliz Islamischer Staat anzuschließen. Kurdische Kämpfer haben das Mädchen vor Kurzem befreit, sie soll nun zurück in ihre Heimat geflogen werden. Angefangen hatte alles mit einer Liebesgeschichte:

“Zuerst haben mein Freund und ich uns gut verstanden, dann begann er IS-Videos zu schauen und darüber zu sprechen”, erzählt Marlin in einem Interview mit dem kurdischen Sender K24. “Ich weiß nichts über den Islam oder die IS-Miliz und wusste nicht, was er meinte. Dann erzählte er, dass er zum IS gehen wollte und ich habe geantwortet: Kein Problem. Denn ich wusste nicht, was IS bedeutet und was der Islam ist”, erläutert das Mädchen.

Schwedischen Medien zufolge brachte Marlin im November einen Jungen zur Welt – kurz nachdem sie vergeblich versucht hatte, die IS-Miliz zu verlassen. Ihr Freund habe gedroht, ihr das Kind wegzunehmen und sich eine andere Frau zu suchen.

Das Leben in Syrien sei schwer gewesen, berichtet Marlin. Man habe weder fließendes Wasser noch Strom gehabt. Als ihr es gelang, ein Telefon zu bekommen, nahm sie Kontakt zu ihrer Mutter auf und bat um Hilfe.

Wie die Zeitung ‘Aftonbladet’ schreibt, kam Marlins Freund in Ramadi bei einem Luftangriff ums Leben, bestätigen lasse sich das jedoch nicht.