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Belagerte syrische Städte sollen auch aus der Luft versorgt werden

Die Vereinten Nationen setzen große Hoffnungen in die für Samstag angekündigte Feuerpause im Syrienkrieg. Ein vorläufiges Ende der Kampfhandlungen

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Belagerte syrische Städte sollen auch aus der Luft versorgt werden

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Die Vereinten Nationen setzen große Hoffnungen in die für Samstag angekündigte Feuerpause im Syrienkrieg. Ein vorläufiges Ende der Kampfhandlungen würde die Versorgung der notleidenden Zivilbevölkerung erleichtern. Vor allem die Menschen in belagerten Städten brauchen Hilfe, sagt der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura.

“110.000 Menschen konnten mit Hilfe von fast 200 Lastwagenladungen versorgt werden”, berichtet er von jüngsten Aktivitäten. “Es wurden testweise Hilfspakete von Flugzeugen abgeworfen. Auf diese Weise sollen künftig 200.000 Menschen erreicht werden”, so de Mistura.

Kürzlich hatten bereits russische Militärmaschinen Einwohner der von der IS-Miliz umzingelten ostsyrischen Stadt Deir Essor aus der Luft mit dem Nötigsten versorgt.

Nach Angaben von Jan Egeland, Generalsekretär der norwegischen Hilfsorganisation ‘Norwegischer Flüchtlingsrat’ und UNO-Berater, gebe es beim Abwurf von Paketen das Problem, dass an Fallschirmen befestigte Paletten ihr Ziel verfehlen können. Zudem seien bei den ersten Abwürfen der Vereinten Nationen Nahrungsmittelrationen zu Bruch gegangen, weil sich Fallschirme nicht öffneten.

Zuletzt hatten die Gefechte um die nordsyrische Stadt Aleppo zehntausende Syrer in die Flucht getrieben. Innerhalb weniger Tage wurde ein Lager an der Grenze zur Türkei errichtet. Eine Luftbrücke ist hier nicht nötig, Notrationen können am Boden ausgegeben werden.