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Syrische Waffenruhe: Alle, für die sie in Frage kommt, wollen sich daran halten

Ab Mitternacht soll in Syrien eine weitgehende Waffenruhe herrschen. Zuvor toben allerdings an etlichen Orten noch die Kämpfe, wie am Rand der

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Syrische Waffenruhe: Alle, für die sie in Frage kommt, wollen sich daran halten

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Ab Mitternacht soll in Syrien eine weitgehende Waffenruhe herrschen. Zuvor toben allerdings an etlichen Orten noch die Kämpfe, wie am Rand der Hauptstadt Damaskus oder in der Provinz Homs.

Meinung

Keiner kann das zu 100 Prozent garantieren.

Nach derzeitigem Stand wollen aber alle Bürgerkriegsparteien, für die es in Frage kommt, die Waffenruhe auch einhalten.

Das geht zum einen aus ihren eigenen Aussagen hervor, wie bei der syrischen Regierung oder den Kurden: Zum anderen hat Russland jetzt bekanntgegeben, dass auch alle kleineren Gruppen das – wie im Abkommen vorgesehen – tun werden.

Zu hundert Prozent könne das natürlich keiner garantieren, sagt Russlands Außenminister Sergej Lawrow; es gabe aber gute Gründe dafür, diesen positiven Schritt zu sichern und zu stabilisieren.

Skeptisch zeigt sich die Türkei, die der syrischen Regierung feindlich gegenübersteht. Bisher, sagt Präsidentensprecher Ibrahim Kalin, habe Syrien Verhandlungen immer dazu benutzt, Zeit zu gewinnen. Man hoffe, dass es diesmal anders werde – auch wenn die Lage im Land dazu nicht viel Grund gebe.

Die Waffenruhe hatten die USA und Russland vereinbart. Ausgenommen bleiben vor allem die Islamistenmilizen IS und Nusrafront; gegen sie wird weiterhin gekämpft.