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Kunstkritiker der Zukunft: Die Roboter kommen

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Kunstkritiker der Zukunft: Die Roboter kommen

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Das Pariser Museum Quai Branly hält eine ungewöhnliche Überraschung bereit. Zwischen seinen Ausstellungsstücken aus Asien, Afrika und Ozeanien

Das Pariser Museum Quai Branly hält eine ungewöhnliche Überraschung bereit.

Zwischen seinen Ausstellungsstücken aus Asien, Afrika und Ozeanien spaziert zur Zeit ein Kunstkritiker der besonderen Art.

Ein Roboter, der seine Meinung über ein Kunstwerk durch freundliches Lächeln oder missmutiges Lippen verziehen kundtut. Sein Name: Berenson

Der Leiter des ungewöhnlichen Projekts, Denis Vidal erklärt, das sich Berenson mit Hilfe seines künstlichen Geschmacks an seine Umgebung anpasst. Ziel des Projektes sei es, einen Roboter zu entwickeln, der ein Gegenstück zur ästhetischen Erfahrung der Welt bilde. Darum würden verschiedene Roboter mit verschiedenen Vorlieben entwickelt, mit künstlichen Geschmäckern, um dann herauszufinden, ob sie dadurch die Welt um sich herum in einer interessanteren, besseren Weise erkunden können.

Der kleine Roboter Berenson, der nach dem berühmten Kunstkenner Bernard Berenson benannt ist, kann positive oder negative Reaktionen auf den Gesichtern der Besucher zu einzelnen Kunstwerken speichern.

Aus den Daten entwickelt er sein eigenes Kunstverständnis, seine individuellen Vorlieben.

Das Berenson Roboter Projekt ist Teil der Ausstellung Seltsam Menschlich im Musee Branly in Paris.

Wie der Mensch Kunst und Dinge bewertet – Berenson wird es noch bis Mitte November beobachten können.

Solange soll er noch durch die Ausstellungsräume für aussereuropäische Kunst des Museums wandeln.