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Petrobras-Skandal: Ex-Präsident Lula empört über Festnahme


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Petrobras-Skandal: Ex-Präsident Lula empört über Festnahme

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Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich nach seiner vorübergehenden Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen empört an die Öffentlichkeit gewandt.

Der 70-Jährige bestritt in der Zentrale seiner Arbeiterpartei in der Metropole São Paulo eine Verwicklung in den Skandal um den Ölkonzern Petrobras:

“Die Ermittler hätten mir nur ihr Erscheinen ankündigen müssen. Traurigerweise haben sie mit Voreingenommenheit und Arroganz eine Show abgezogen, ein spektakuläres Feuerwerk gezündet.”

Auch Lulas Nachfolgerin Dilma Rousseff war Medienberichten und der Opposition zufolge in das Bestechungssystem verwickelt. Rousseff bestritt dies bereits mehrfach vehement. Ihren ehemaligen Mentor Lula unterstützt Rousseff nach wie vor:

“Ich möchte meinem absoluten Unverständnis darüber Ausdruck verleihen, dass der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unnötig und zum wiederholten Mal auf unangemessene Art und Weise verhört worden ist.”

Nach Aussagen von Managern sollen bei überhöhten Vertragsabschlüssen des Petrobras-Konzerns über Jahre hinweg mehrere Prozent der Vertragssumme an Lulas Arbeiterpartei geflossen sein.

Der zuständige Staatsanwalt Carlos Fernando dos Santos erklärte:

“Wir untersuchen Hinweise, nach denen der ehemalige Präsident und seine Familie Vorteile erlangt haben könnten. Dabei ging es um geplante Projekte innerhalb von Regierungskreisen.”

An einer Razzia in Lulas Residenz in der Metropole São Paulo waren am Freitag rund 200 Einsatzkräfte beteiligt. Während dessen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des Ex-Präsidenten. Mehrere Dutzend Polizeikräfte gingen zum Teil mit Schlagstöcken dazwischen.

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