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Palästinensische Lehrerin mit 900.000-Euro-Preis für didaktische Methode ausgezeichnet

Eine palästinensische Lehrerin ist für ihren spielerischen Lehransatz mit dem Global Teacher Prize Wert von einer Million US-Dollar (ca. 900.000

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Palästinensische Lehrerin mit 900.000-Euro-Preis für didaktische Methode ausgezeichnet

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Eine palästinensische Lehrerin ist für ihren spielerischen Lehransatz mit dem Global Teacher Prize Wert von einer Million US-Dollar (ca. 900.000 Euro) ausgezeichnet worden. Nominiert waren unter anderem Lehrer aus Japan, Kanada, Kenia, den USA und aus Großbritannien.

Hanan Al Hroub arbeitet an der Samiha Khalil Sekundarschule der Stadt Al-Bireh im Westjordanland. Über ihre didaktischen Methoden hat sie ein Buch mit dem Titel “We Play and Learn” verfasst.

Zur Preisverleihung in den Vereinigten Arabischen Emiraten übersandten zahlreiche internationale Persönlichkeiten Videobotschaften, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, US-Vizepräsident Joe Biden und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton.

Papst Franziskus gab die Gewinnerin per eingespielter Videobotschaft bekannt.

Hanan Al Hroub nahm den Preis in Dubai persönlich entgegen, gekleidet in ein traditionelles palästinensisches Gewand. Sie erklärte, sie sei stolz, als Frau und palästinensische Lehrerin diesen Preis entgegenzunehmen. Einen Teil des Geldes will sie für die Verbreitung ihrer Lehrmethoden und zur Unterstützung anderer Lehrer in den Palästinensergebieten einsetzen.

Ihre eigene Kindheit verbrachte Hanan Al Hroub in einem Flüchtlingscamp bei Bethlehem. Gesellschaftliche Spannungen und Gewalt gehörten in der Region damals wie heute zum Alltag – ein psychische Belastung für Kinder wie Lehrer.

Der Global Teacher Prize wurde von der gemeinnützigen Varkey-Stiftung als Reaktion auf eine Studie aus dem Jahr 2013 ins Leben gerufen, die ein gesunkenes Ansehen des Lehrerberufs attestiert hatte.