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Polizeieinsatz in Molenbeek: Anwohner fühlen sich diskriminiert

“Die französischen und belgischen Staatschefs haben die Arbeit der Sicherheitskräfte gelobt, aber einige Fragen bleiben offen. Wie konnte Adeslam in

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Polizeieinsatz in Molenbeek: Anwohner fühlen sich diskriminiert

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“Die französischen und belgischen Staatschefs haben die Arbeit der Sicherheitskräfte gelobt, aber einige Fragen bleiben offen. Wie konnte Adeslam in seinem Heimatort mehr als vier Monate unentdeckt bleiben? Er wurde nur wenige Häuser von seinem Elternhaus festgenommen”, so euronews Brüssel-Korrespondent James Franey.

Meinung

"Sie werfen alle in einen Topf. Das hier ist keine Dschihadisten-Basis."

Der Polizeieinsatz in Molenbeek dauerte an, Straßensperren blockieren ganze Häuserzeilen.Zahlreiche Menschen konnten stundenlang nicht in ihre Häuser zurückkehren. Das entfachte Unzufriedenheit bei den Anwohnern, viele von ihnen mit Migrationshintergrund. Sie fühlen sich von den Behörden diskriminiert:
“Sie werfen alle in einen Topf. Wir vergessen, dass die marokkanische Gemeinde hier die letzten 40-50 Jahre hart gearbeitet hat. Es ist nicht fair zusagen, dass das hier eine Dschihadisten-Basis ist. Sie sollen woanders danach suchen.”

Der Brüsseler Stadtteil Molenbeek gilt als Problemviertel. Ein hoher Anteil an arabischen Einwandern, Überbevölkerung und hohe Arbeitslosenquoten, besonders unter Jugendlichen, sind einige der Herausforderungen, mit denen die Gemeinde konfrontiert ist.