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Suche nach Nofretete: Bekanntgabe von neuen Ergebnissen verschoben

Wer sich einen neuen, spektakulären Gräberfund in Ägypten erhofft hatte, muss sich weiter gedulden: Die für heute geplante Bekanntgabe von

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Suche nach Nofretete: Bekanntgabe von neuen Ergebnissen verschoben

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Wer sich einen neuen, spektakulären Gräberfund in Ägypten erhofft hatte, muss sich weiter gedulden: Die für heute geplante Bekanntgabe von Forschungsergebnissen ist vertagt.

Es geht dabei um bisher möglicherweise unentdeckte Räume im Grab des Pharaos Tutanchamun. Laut dem britischen Forscher Nicholas Reeves könnte sich dort sogar das langgesuchte Grab seiner Stiefmutter befinden, der Königin Nofretete.

Beim weiteren Vorgehen müsse man sich vollkommen sicher sein, erklärt der frühere ägyptische Antikenminister Mamduch Damati die jetzige Verschiebung der Bekanntgabe von Ergebnissen.

Noch letzte Nacht fanden in dem Grab Radarmessungen statt. Wenn die Daten ausgewertet sind, soll es Ende des Monats weitere Messungen geben, dann wird über weitere Schritte beraten.

Reeves vermutet, dass die ganze Grabanlage eigentlich die von Nofretete sein könnte – der Königin, über die man nur wenig weiß, die aber doch weithin bekannt ist dank der Büste, die sich im Neuen Museum von Berlin befindet.

Der jung und plötzlich gestorbene Tutanchamun wurde demnach in aller Schnelle vor ihren Grabkammern beigesetzt: Für einen Pharao ist sein Grab an sich viel zu klein.

Der Brite war letztes Jahr mit der Theorie weiterer Kammern im Tutanchamun-Grab an die Öffentlichkeit getreten. Sein Aufsatz über Linienstrukturen in zwei Wänden des 1922 entdeckten Grabes des Kindkönigs (um 1330 v. Chr.) sorgte weltweit für Aufsehen.

Reeves sieht in ihnen vermauerte Durchgänge. Auch wenn dahinter nicht das Grab Nofretetes sein sollte, wäre doch schon die Entdeckung weiterer Kammern eine archäologische Sensation.

Das Schweizer Fernsehen SRF im ägyptischen “Tal der Könige”