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Kairo verweigert Herausgabe von Handydaten im Fall Regeni

Im Zusammenhang mit dem Mord an einem italienischen Studenten in Kairo hat die ägyptische Justiz den Antrag Italiens auf die Herausgabe von Handy-Daten…

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Kairo verweigert Herausgabe von Handydaten im Fall Regeni

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Im Zusammenhang mit dem Mord an einem italienischen Studenten in Kairo hat die ägyptische Justiz den Antrag Italiens auf die Herausgabe von Handy-Daten abgelehnt. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind wegen des Falls seit Wochen angespannt.

“Die ägyptische Delegation bestätigt hiermit ihre kompromisslose Ablehnung des Gesuchs nach Telefondaten. Dies würde das ägyptische Gesetz sowie die Verfassung verletzen. Wir werden dem Antrag unter keinen Umständen stattgeben”, so der ägyptische Staatsanwalt Mustapha Suleiman.

Die Leiche des italienischen Doktoranden Giulio Regeni war im Februar schwer misshandelt an einer Autobahn außerhalb Kairos gefunden worden.

Über die Ermittlungen zu dem Mord sind sich Kairo und Rom uneins: Die Regierung in Kairo hatte erklärt, Regeni sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Italien glaubt nicht an diese Version: Zeugen hatten von einer Festnahme Regenis durch Sicherheitskräfte erzählt hatten.

Ein zweitägiges Treffen zwischen der ägyptischen und italienischen Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche in Rom hatte keine Ergebnisse gebracht. Am Freitag rief Italien seinen Botschafter zu Gesprächen über das weitere Vorgehen zurück nach Rom.

Die Wahrheit über den “barbarischen Mord” müsse an Licht kommen, teilte das italienische Außenministerium mit.