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Geheimhaltung als Norm: Microsoft klagt gegen Datenanforderungen der US-Regierung

Im Datenstreit großer Tech-Konzerne mit der US-Regierung hat Microsoft hat nun das amerikanische Justizministerium verklagt. Der Softwarekonzern

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Geheimhaltung als Norm: Microsoft klagt gegen Datenanforderungen der US-Regierung

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Im Datenstreit großer Tech-Konzerne mit der US-Regierung hat Microsoft hat nun das amerikanische Justizministerium verklagt. Der Softwarekonzern wehrt sich dagegen, dass immer mehr Anfragen der Regierung nach Kundendaten mit einer Geheimhaltungspflicht verbunden sind.

Microsoft fordert in der Klage die Aufhebung einer Klausel in einem Gesetz aus dem Jahr 1986, die das Unternehmen für verfassungswidrig hält.

Der Präsident des Unternehmens und Vorstand für Recht Brad Smith schrieb in einem Blogpost, “in den vergangenen 18 Monaten hat die US-Regierung in 2576 Fällen Daten angefordert und dem Unternehmen verboten, seine Kunden von der Ermächtigung zu unterrichten. […] In 68 Prozent der Fälle wurde kein Enddatum der Befugnisse festgelegt.”

Der Fall ist eine Konsequenz der technologischen Entwicklung. Wurden noch vor einigen Jahren die meisten Daten lokal gespeichert, nutzen heutzutage immer mehr Menschen das sogenannte Cloud-Computing. Dabei liegen Daten auf einem externen Server und werden aus der Ferne abgerufen.

Für die US-Regierung ist es durch diesen Wandel einfacher geworden, an gewisse Daten zu kommen, ohne die betroffene Person zu kontaktieren. Microsoft befürchtet nach eigenen Angaben den Vertrauensverlust seiner Kunden.

Die Klage kommt nur wenige Wochen nachdem sich der Elektronikkonzern Apple weigerte, der US-Regierung beim Knacken des Handys der Attentäter von San Bernadino zu helfen.

“Wir haben heute Morgen Klage eingericht , um die Privatrechte und die Meinungsfreiheit unserer Kunden zu schützen”, schrieb Smith auf Twitter und verlinkte auf seinen Blog.