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3. Runde der Genfer Friedensgespräche - Opposition sendet Signale

Die syrische Lufwaffe hat offenbar nach Beginn der dritten Runde der Friedensgespräche in Genf Luftangriffe auf die Stellungen von Rebellen nahe der

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3. Runde der Genfer Friedensgespräche - Opposition sendet Signale

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Die syrische Lufwaffe hat offenbar nach Beginn der dritten Runde der Friedensgespräche in Genf Luftangriffe auf die Stellungen von Rebellen nahe der Stadt Homs geflogen. Nach Angaben der oppositionellen Beobachtungsstelle für Menschenrchte warfen Helikopter dabei Fassbomben ab. Trotz vereinbarter Waffenruhe habe die syrische Regierung Angriffe auch auf Aleppo gestartet, beklagte der Delegationsleiter der syrischen Opposition in Genf, Assad al Zubi:

“Die syrische Regierung sendet aussagestarke Botschaften, dass sie nicht an einer politischen Lösung interessiert ist, sondern an einer militärischen Lösung, verbunden mit Zerstörungen im ganzen Land.”

Trotzdem ist die Opposition nach eigenen Angaben zur Zusammenarbeit mit ausgewählten Vertretern des Regimes in Damaskus in einer Übergangsregierung bereit. Der Chefunterhändler der Regierung, Baschar a-Dschafari, wiegelte ab:

“Der UN-Sondergesandte und seine Mitarbeiter werden sich am Wochenende unseren detaillierten Vorschlag ansehen und ihn auch anderen Gruppen zur Verfügung stellen. Am Montag erwarten wir dann eine Stellungnahme des Sondergesandten zu unseren Änderungen.”

US-Außenminister John Kerry forderte seinen russischen Amtskolegen Sergej Lawrow in einem Telefonat auf, das syrische Regime zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen.

Der kurdische Vertreter in Genf, Fouad Aliko, eklärte:

“Die Forderungen der Kurden sind klar: Wir wollen einen Bundesstaat Syrien. Und wir glauben, dass die Krise in Syrien durch die Erschaffung eines Bundestaates beigelegt werden kann.”

Bei den Gesprächen in Genf sollten vor allem die Bildung einer Übergangsregierung und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung diskutiert werden. Eng damit verknüpft bleibt die Personalie Assad:

euronews-Korrespondentin Faiza Garah kommentierte in Genf:

“Die Rolle von Baschar al-Assad in der Zukunft Syriens bildet den Hauptstreitpunkt zwischen den syrischen Unterhändler hier in Genf. Während die Opposition seinen Abgang verlangt, ist für die Delegation des Regimes genau dies die rote Linie. Diese Frage stehe höchstens im Rahmen einer Wahl zur Debatte.”