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Venezuela: Kein Ende der Krisen in Sicht

Kein Ende der Krise in Venezuela. In der Stadt Maracaibo haben aufgebrachte Menschen einen Biertransporter sowie Geschäfte geplündert und verwüstet

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Venezuela: Kein Ende der Krisen in Sicht

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Kein Ende der Krise in Venezuela. In der Stadt Maracaibo haben aufgebrachte Menschen einen Biertransporter sowie Geschäfte geplündert und verwüstet. Bier ist knapp, denn die nationale Produktion wurde eingestellt: Die Gerstenvorräte gehen zu Ende und wegen der Devisenpolitik kann die Regierung derzeit keine Gerste aus dem Ausland einführen.

Meinung

Die Revolution wird weitergehen.

Venezuela hat es derzeit gleich mit mehreren Krisen zu tun: So leidet das Land unter einer schweren Dürre, Wasser ist knapp und damit ist auch Elektrizität, die in dem Land zumeist durch Wasserkraft produziert wird. Und auch politisch läuft es alles andere als rund.

Die Opposition hat am Mittwoch eine Unterschriftensammlung begonnen. Sie will ein Referendum zur Amtsenthebung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, dem sie die Schuld an der Krise gibt. Maduro sagte: “Respektieren wir sie. Lassen wir sie ihre Sache machen. Ich habe es bereits gesagt: Alles, was sie tun, ist politisch nicht durchführbar. Die Revolution wird weitergehen. Ich werde Präsident bleiben, zumindest bis 2018, und die wichtigen Sozialprogramme fortsetzen. Lasst uns keine Zeit verlieren, sie sollen sich um ihre Angelegenheiten kümmern.”

Um Strom zu sparen, sollen Staatsbedienstete nur noch zwei Tage die Woche arbeiten, Behörden schließen zeitweise, dasselbe gilt für Schulen. Auch wird der Stromverbrauch landesweit rationiert. Und am 1. Mai soll die Uhrzeit um eine halbe Stunde vorgestellt werden. Zu alledem kämpft Venezuela mit einer enormen Inflation und Mangelwirtschaft. Die Regierung hat Mühe, milliardenschwere Staatsanleihen zu bedienen.