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Angriff auf Flüchtlingslager in Syrien laut UN möglicherweise Kriegsverbrechen

Nach dem blutigen Angriff auf das Flüchtlingslager Kammuna in Nordsyrien beschuldigen sich das syrische Militär mit dem Verbündeten Russland und

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Angriff auf Flüchtlingslager in Syrien laut UN möglicherweise Kriegsverbrechen

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Nach dem blutigen Angriff auf das Flüchtlingslager Kammuna in Nordsyrien beschuldigen sich das syrische Militär mit dem Verbündeten Russland und oppositionelle Gruppen gegenseitig. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge gäbe es viele Anzeichen dafür, dass das Lager durch Mehrfachraketenwerfer beschossen wurde, die von der islamistischen Al-Nusra-Front benutzt würden. Einen Luftangriff schloss Moskau aus. Rettungshelfer vor Ort hatten allerdings berichtet, dass zwei Jets das Lager attackiert hätten.

Meinung

Entsetzlicherweise sieht es nach Vorsatz aus und das wäre ein Kriegsverbrechen.

Auch die UN sagten, laut vorläufigen Erkenntnissen könnte die syrische Luftwaffe hinter der Attacke stecken. Das Hochkommissariat für Menschenrechte kündigte eine Untersuchung an. Sprecher Rupert Colville: “Es wurden mindestens 30 Menschen getötet und es scheint unmöglich, dass dies ein Unfall war. Aus der Luft kann man so ein Flüchtlingslager sehr gut erkennen, man kann sehen, was das ist. Entsetzlicherweise sieht es nach Vorsatz aus und das wäre ein Kriegsverbrechen.”

Im Süden von Aleppo eroberten die islamistische Al-Nusra und andere Gruppen den strategisch wichtigen Ort Chan Tuman, das melden Rebellen und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Den Aktivisten zufolge starben dabei über 70 Kämpfer auf beiden Seiten. Die Armee bestritt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Ort gefallen sein.