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Brambilla holt sich in Arezzo den Sieg und das Rosa Trikot

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Brambilla holt sich in Arezzo den Sieg und das Rosa Trikot

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Gianluca Brambilla (Etixx-Quick-Step) hat beim 99. Giro d’Italia für den zweiten Sieg der Gastgeber gesorgt. Der 28 Jahre alte Italiener entschied die achte Etappe von Foligno nach Arezzo über 186 Kilometer nach einer Attacke am letzten, über Naturstraßen führenden Anstieg des Tages als Solist vor seinem Landsmann Matteo Montaguti (Ag2R) für sich und eroberte außerdem das Rosa Trikot, das der Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) nach vier Tagen wieder abgeben musste.

Zur Tages- und Gesamtwertung…

Hinter Brambila tobte der Kampf der Anwärter auf den Rundfahrtgesamtsieg – der Spanier Alejandro Valverde und Vincenzo Nibali aus Italien waren gut dabei, vor allem Valverde demonstrierte ein ums andere Mal seine starke Form und zeigte sich. Dumoulin hingegen wurde abgehängt und fiel im Gesamtklassement vom ersten auf den elften Platz.

Die siebte Etappe am Vortag war eine Machtdemonstration des Deutschen André Greipel gewesen. Eingeklemmt, abgehängt und am Ende doch der Sieger: Der Rostocker sicherte sich in einem chaotischen Schlusssprint die siebte Etappe des Giro d’Italia nach 211 Kilometern zwischen Sulmona und Foligno.

Das heutige achte Teilstück der 99. Italienrundfahrt war 186 Kilometer lang und führte von Foligno nach Arezzo. Die ersten gut 155 Rennkilometer waren kaum anspruchsvoll. Nachdem am Freitag die Sprinter dran waren, und am Sonntag das flache Zeitfahren auf dem Programm steht, war die achte Etappe etwas für die Puncheure. Doch auch für die Klassementfahrer wurde es ein bedeutsamer Tag: Ein erster echter Härtetest, der Erkenntnisse über die eigene Form und die der Widersacher gab. Zu den Gewinnern des Tages gehörte nicht zuletzt Valverde, der auf den vierten Rang im Gesamtklassement kletterte. Nibali sitzt ihm als Fünfter mit elf Sekunden Rückstand im Nacken.

Nach dem Start führte die Strecke nach Nordwesten: An Assisi und Perugia vorbei nach Umbertide, wo die erste Sprintwertung des Tages anstand. Anschließend näherte man sich von Norden der Stadt Arezzo. Nach dem zweiten Sprint erreichte das Feld etwa 1,8 Kilometer vor der Ziellinie die Strecke der Finalrunde. So konnten die Fahrer gleich einen Eindruck der ansteigenden Zielanfahrt gewinnen. Am Zielstrich waren dann noch 31,6 Kilometer zu fahren. Und diese Schlussrunde hatte es in sich! Denn dort warteten auf den unbefestigten „weißen Straßen der Toskana“ die Alpe di Poti. Auf einer Schotterpiste ging es sehr steil berghoch. Der Anstieg ist ingesamt 10 Kilometer lang und davon sind 6,4 Kilometer unbefestigt. Im unteren Teil geht es 14% bergan.

Am Sonntag steht dann ein Einzelzeitfahren über 40,5 Kilometer auf dem Programm. Bevor am Montag der zweite Ruhetag des Giro folgt, wird vor allem den Männern, die die Italienrundfahrt gewinnen wollen, auf der neunte Etappe noch einmal richtig auf den Zahn gefühlt. Wir befinden uns mitten im Chianti, der wohl berühmtesten Weinregion Italiens – und wie in der Toskana üblich gibt es hier wenige flache Straßen. Das 40,5 Kilometer lange Zeitfahren beginnt 502 Meter über dem Meer und rollt zunächst 14 Kilometer wellig dahin, wobei die Strecke aber stetig Höhenmeter gewinnt, bis in Macia Morta 619 Meter über dem Meer eine lange Abfahrt über 300 Höhenmeter beginnt. Es folgt eine kurze Gegensteigung von Kilometer 23,5 bis 25,6, bevor die Abfahrt endgültig bei Kilometer 28 endet. Dort beginnt noch einmal ein fünf Kilometer langer Anstieg über 180 Höhenmeter nach Panzano in Chianti zur dritten und letzten Zwischenzeit, von der es sieben Kilometer bergab ins Ziel geht. Prognose: Ein superschweres Zeitfahren, das das Gesamtklassement auf den Kopf stellen wird.

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