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Afghanistan bestätigt Tötung von Taliban-Chef Mansur - Pakistan beklagt Luftraumverletzung durch USA

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Afghanistan bestätigt Tötung von Taliban-Chef Mansur - Pakistan beklagt Luftraumverletzung durch USA

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Der Taliban-Anführer Mullah Achtar Mansur ist bei einem US-Drohnenangriff in der pakistanischen Provinz Baluchistan getötet worden. Das bestätigten am Sonntagnachmittag der afghanische
Geheimdienst NDS, Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah und der afghanische Botschafter in Pakistan.

Nach der Tötung des Al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden im Jahr 2011 haben die USA damit erneut ein hochrangiges Ziel auf pakistanischem Boden getroffen. Das Pentagon hatte den Angriff in der Nacht auf Samstag gemeldet.

Das pakistanische Außenministerium protestierte. Man sei nicht informiert worden, der Angriff verletze damit die Souveränität des Landes. US-Außenminister John Kerry widersprach am Rande eine Besuchs in Myanmar, ohne aber Details zu nennen.

“Wir hatten uns schon lange und anhaltend mit Pakistan und Afghanistan über die Ziele im Zusammenhang mit Mullah Mansur ausgetauscht, und die Chefs beider Länder wurden über den Luftangriff informiert”, so Kerry. “Mullah Mansour war aktiv an der Planung von Angriffen in Kabul und Afghanistan beteiligt. Er war eine Bedrohung für afghanische Zivilisten und die Koalitionsstreitkräfte dort.”

Mansur hatte Mitte 2015 offiziell die Führung der Taliban übernommen und ihre Aktivitäten intensiviert. Dabei töteten die Taliban im vergangenen Jahr mehr als 7000 Soldaten und Polizisten. Mehr als 11.000 Zivilisten wurden getötet oder verletzt, die höchste Zahl seit Beginn der internationalen Intervention.

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