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Räumung des Flüchtlingscamps von Idomeni friedlich begonnen

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Räumung des Flüchtlingscamps von Idomeni friedlich begonnen

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Die Räumung des wilden Flüchtlingscamps von Idomeni ist reibungslos angelaufen. Hunderte Migranten wurden in Auffanglager gebracht. Widerstand gab es zunächst nicht. Die Evakuierung des Zeltlagers an der Grenze zu Mazedonien soll mehrere Tage dauern. Zuletzt hatten sich in dem Lager noch bis zu 9.000 Menschen aufgehalten. Die wichtige Eisenbahnlinie zwischen
Griechenland und Mazedonien könnte nach Einschätzung der Behörden bis zum Wochenende wieder in Betrieb genommen werden.

Die Migranten, die seit Monaten unter Menschen unwürdigen Zuständen vor dem mazedonischen Grenzzaun ausharrten und auch die Bahnlinie sperrten, sollen überwiegend in Lager in der Region der Hafenstadt Thessaloniki gebracht werden.

Am Vortag hatten Augenzeugen zahlreiche Migranten beobachtet, die das Lager von Idomeni verließen, um sich offenbar in der Region zu verstecken. Aktivisten hatten sie über die bevorstehende Räumungsaktion informiert. Wie viele Menschen auf diese Weise der Räumungsaktion entgangen sind, ist unklar

In Idomeni hatte sich nach der schrittweisen Schließung der Balkanroute im Februar ein wildes Lager gebildet. Bis zu 15.000 Menschen – unter ihnen viele Frauen und Kinder – harrten im März in der Region aus. Sie hofften, dass die Balkanroute wieder aufgemacht wird, damit sie nach Mittel- und Nordeuropa weiterreisen können. Immer wieder versuchten sie die Grenze zu passieren..

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