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EU-Sanktionen gegen Russland: Ungarn gegen automatische Verlängerung

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EU-Sanktionen gegen Russland: Ungarn gegen automatische Verlängerung

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Die EU-Sanktionen gegen Russland sind bei einem Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit Vertretern der ungarischen Regierung in Budapest Thema gewesen. Es müsse einen Wiederaufbau der europäisch-russischen Beziehungen auf einer pragmatischen Grundlage geben, so Lawrows Amtskollege Peter Szijjarto. Eine automatische Verlängerung der Sanktionen werde Ungarn nicht akzeptieren.

Lawrow sagte, Moskau habe sich an die Gegebenheiten angepasst: “Wir haben alles, was wir brauchen, um die durch die Sanktionen ausgelösten Schwierigkeiten zu überwinden, um weniger von der aktuellen politischen Lage abhängig zu sein. Vor allem, wenn diese von antirussischen Stimmungen einiger westlicher Regierungschefs bestimmt wird.”

Budapest hatte die Sanktionen bereits mehrfach kritisiert. Die ungarischen Exporte nach Russland sind deutlich eingebrochen. Moskau setzt angesichts einer möglichen Verlängerung der Maßnahmen auf Budapest, so Politikexperte András Deák vom ungarischen Institute of World Economics: “Ungarn hat sich bisher nicht direkt gegen die Sanktionen gestellt. Budapest kritisiert die Maßnahmen zwar laut und deutlich, hat aber immer mit Ja gestimmt oder wenigstens nicht mit Nein. Ich denke, dass die Russen das gerne ändern würden und erreichen wollen, dass Ungarn wirklich aktiv wird.”

Dazu euronews-Reporterin Andrea Hajagos: “Lawrow und der ungarische Regierungschef Viktor Orbán haben sich hier im Parlamentsgebäude getroffen. Wir wissen nicht genau, was sie bei ihrem privaten Treffen besprochen haben, aber gerade jetzt könnte dieses Treffen für Russland besonders wichtig sein. Denn in ein paar Wochen entscheidet die EU über die Verlängerung der Sanktionen.”

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