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Venezuela: Immer mehr Patienten sterben wegen fehlender Medizin

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Venezuela: Immer mehr Patienten sterben wegen fehlender Medizin

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In Venezuela spitzt sich die Wirtschafts- und Versorgungslage immer weiter zu. Viele Medikamente und Medizinprodukte sind nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt erhältlich. Gerade für schwer erkrankte Menschen kann das drastische Folgen haben.

Paolo Marquez hat Leukämie. Doch die notwendige Behandlung ist in seinem Heimatland nicht erhältlich. Eneida Vivas, seine Mutter, erzählt: “Es gibt nichts hier. Wir müssen in andere Länder fahren, um nach Medikamenten zu suchen und das ist sehr teuer. Die Situation, in der wir sind, ist schrecklich. Es gibt viele Kinder und Erwachsene, die sterben, weil es die entsprechenden Arzeimittel für ihre Krankheit nicht gibt.”

Die venezolanische Regierung versucht, kostengünstigere Medikamente oder Generika aus Entwicklungsländern zu importieren.

Für Adelso Belen, der an Bluterkrankheit leidet, spart die Regierung am falschen Ende: “Statt Arzneimitteln kauft die Regierung lieber Flugzeuge. Mit dem Kauf von fünf solcher Flugzeuge hätte man das Medikamentenproblem in Venezuela lösen können. Für Flugzeuge gibt es Geld, aber für die, die unter der Arzneimittel- und Lebensmittelknappheit leiden, gibt es keine effektive Lösung.”

Ärzte schlagen nun Alarm: Der Erfolg der Behandlungen mit den günstig importierten Medikamente – beispielsweise in der Krebstherapie – habe sich gravierend verschlechtert. Zudem komme es zu untypischen Gegenreaktionen bei Patienten.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hatte Mitte Mai den Ausnahmezustand für sein Land erklärt. Immer wieder kommt es zu Protesten gegen die Regierung. Das deutsche Auswärtige Amt rät von Reisen in das südamerikanische Land ab.

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