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IS-Miliz in Falludscha: "Nichts als Tod und Verwüstung"

Das irakische Militär ist weiter auf die IS-Hochburg Mossul im Nordirak vorgerückt.

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IS-Miliz in Falludscha: "Nichts als Tod und Verwüstung"

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Das irakische Militär ist weiter auf die IS-Hochburg Mossul im Nordirak vorgerückt. Südlich der Stadt, die seit mehr als zwei Jahren von den Extremisten kontrolliert wird, nahmen die Truppen am Sonntag ein Dorf ein. Bei ihrem Kampf gegen die IS-Miliz wird die Armee von der US-geleiteten Militärkoalition unterstützt.

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"Viele Menschen wurden durch Bombardierungen getötet oder sind verhungert."

Noor Flüchtlingsmädchen aus Falludscha

Im Kampf um Falludscha konnten die Streitkräfte am Wochenende eine wichtige Zufahrtsstraße zurückerobern. Über 27.000 Menschen haben die Stadt 70 Kilometer westlich von Bagdad laut Hilfsorganisationen wegen der heftigen Kämpfe bisher verlassen.

Das Leiden geht weiter

Die junge Noor hat es bis in ein 30 Kilometer entferntes Lager geschafft: “Die IS-Miliz hat uns weder mit Essen noch mit Medikamenten versorgt. Sie haben nichts gebracht als Tod und Verwüstung. Viele Menschen wurden durch Bombardierungen getötet oder sind verhungert. Diejenigen, die in Falludscha eingeschlossen sind, werden sicher sterben.”

Allerdings geht das Leiden für viele auch in umliegenden Flüchtlingslagern weiter. Die Vorräte reichen nicht aus und den Hilfsorganisationen geht das Geld aus. Bis zu 50.000 Menschen sollen weiter in Falludscha eingeschlossen sein.

Schiitische Milizen sollen Sunniten gefoltert haben

Beim Kampf um Falludscha wird dem Militär von schiitischen Milizen geholfen, die ihrerseits vom Iran unterstützt werden. Ihr Einsatz ist umstritten wegen der mehrheitlich sunnitischen Einwohner der Provinz Al-Anbar und der Spannungen zwischen den Konfessionen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, wurden nun einige Schiiten festgenommen, denen laut dem Gouverneur der Al-Anbar-Provinz vorgeworfen wird, sunnitische Muslime beim Kampf um Falludscha umgebracht zu haben – obwohl diese zuvor kapituliert hatten.

Zwischen dem 3. und 6. Juni seien 643 Männer verschwunden. Zahlreiche Überlebende seien teilweise schwer gefoltert worden.