EventsVeranstaltungenPodcast
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

IS-Miliz in Falludscha: "Nichts als Tod und Verwüstung"

IS-Miliz in Falludscha: "Nichts als Tod und Verwüstung"
Copyright 
Von Alexandra Leistner mit reuters, dpa, ebu
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Das irakische Militär ist weiter auf die IS-Hochburg Mossul im Nordirak vorgerückt.

WERBUNG

Das irakische Militär ist weiter auf die IS-Hochburg Mossul im Nordirak vorgerückt. Südlich der Stadt, die seit mehr als zwei Jahren von den Extremisten kontrolliert wird, nahmen die Truppen am Sonntag ein Dorf ein. Bei ihrem Kampf gegen die IS-Miliz wird die Armee von der US-geleiteten Militärkoalition unterstützt.

Im Kampf um Falludscha konnten die Streitkräfte am Wochenende eine wichtige Zufahrtsstraße zurückerobern. Über 27.000 Menschen haben die Stadt 70 Kilometer westlich von Bagdad laut Hilfsorganisationen wegen der heftigen Kämpfe bisher verlassen.

Das Leiden geht weiter

Die junge Noor hat es bis in ein 30 Kilometer entferntes Lager geschafft: “Die IS-Miliz hat uns weder mit Essen noch mit Medikamenten versorgt. Sie haben nichts gebracht als Tod und Verwüstung. Viele Menschen wurden durch Bombardierungen getötet oder sind verhungert. Diejenigen, die in Falludscha eingeschlossen sind, werden sicher sterben.”

Allerdings geht das Leiden für viele auch in umliegenden Flüchtlingslagern weiter. Die Vorräte reichen nicht aus und den Hilfsorganisationen geht das Geld aus. Bis zu 50.000 Menschen sollen weiter in Falludscha eingeschlossen sein.

Schiitische Milizen sollen Sunniten gefoltert haben

Beim Kampf um Falludscha wird dem Militär von schiitischen Milizen geholfen, die ihrerseits vom Iran unterstützt werden. Ihr Einsatz ist umstritten wegen der mehrheitlich sunnitischen Einwohner der Provinz Al-Anbar und der Spannungen zwischen den Konfessionen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, wurden nun einige Schiiten festgenommen, denen laut dem Gouverneur der Al-Anbar-Provinz vorgeworfen wird, sunnitische Muslime beim Kampf um Falludscha umgebracht zu haben – obwohl diese zuvor kapituliert hatten.

Zwischen dem 3. und 6. Juni seien 643 Männer verschwunden. Zahlreiche Überlebende seien teilweise schwer gefoltert worden.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Bis zu 15 Jahre Strafe: Irak verabschiedet Anti-LGBTQ+-Gesetz

Luftangriff auf pro-iranische Miliz im Irak

Erste US-Vergeltungsschläge nach Angriff auf Stützpunkt in Jordanien