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"Bunte Revolution" in Mazedonien

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"Bunte Revolution" in Mazedonien

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Mehr als 20.000 Mazedonier haben am Montagabend in der Hauptstadt Skopje gegen den langjährigen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski und seine Partei VMRO-DPMNE demonstriert. Sie verlangten faire Parlamentswahlen, eine tiefgreifende Reform des Justiz- und Mediensektors sowie die strafrechtliche Verfolgung krimineller Regierungspolitiker. Gruevski wird vorgeworfen, er habe 20.000 Bürger illegal abhören lassen.

“Wir protestieren schon seit 70 Tagen. Was wir jetzt machen nennen wir “Bunte Revolution”. Wir erheben alle die gleichen Forderungen, auf die die Regierung nicht eingeht. Und wir verlieren langsam die Geduld. Wir wollen nicht länger warten und werden unsere Forderungen nicht aufgeben”, betont Demonstrantin Maja Maracanin.



Mazedonien steckt bereits seit den Wahlen im April 2014 in einer tiefen politischen Krise. Die oppositionellen Sozialdemokraten (SDSM) werfen der VMRO-DPMNE Wahlfälschung vor. Sie boykottieren seither die Parlamentsarbeit. Vorzeitige Wahlen als Ausweg aus der Krise waren zweimal verschoben worden und stehen inzwischen in den Sternen. Die EU und die USA versuchen seit Monaten vergeblich, die zerstrittenen politischen Lager wieder an einen Tisch zu bringen.

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