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Ungarn vereint in grau: Jogginghose als Nationalsymbol

Unscheinbar, grau und manchmal ausgebeult.

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Ungarn vereint in grau: Jogginghose als Nationalsymbol

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Unscheinbar, grau und manchmal ausgebeult. Die unifarbenen Jogginghosen haben sich in Ungarn während der Fußball-EM zu einer Art Nationalsymbol entwickelt. Ursprünglich waren sie nur das Markenzeichen des früheren Bundesliga- und aktuellen ungarischen Nationaltorhüters Gábor Király. Doch dann kam der sportliche EM-Aufschwung.

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"Das Fußballfieber zieht sich durch alle Schichten"

euronews-Korrespondentin Beatrix Asboth kommentierte in Budapest:

“Das Fußballfieber zieht sich durch alle Schichten und Altersgruppen der ungarischen Gesellschaft. Und die Nationalelf in Frankreich weiß, dass ihre Landsleute mit Herz und Seele dabei sind. Die Bewegung nennt sich “Geh in grauer Jogginghose zur Arbeit”. Inspiriert vom ungarischen Nationaltorwart Gábor Király und seinen grauen Jogginghosen.”

Die “Macht seiner grauen Hosen”

Ehre, wem Ehre gebürt: Vorbild Király ist mit 40 Jahren der älteste Fußballer, der je aktiv an einer EM-Endrunde teilnahm. Und Ungarns Rekordnationalspieler.

Über Geschmack mag deshalb auch der Organisator der Hosenbewegung, Attila Vizi, nicht streiten:

“Ungarn-Trikots sind ausverkauft, viele waren zu spät dran. Also hatte ich eine bessere Idee. Jeder kann ein Trikot tragen, aber diese Hosen sind einzigartig, ungarisch. Sie finden sie nur in unserer Mannschaft.”

Die nationale Hosenbewegung zieht sogar Ungarn in den Bann, die mit dem Fußball sonst eher nichts am Hut haben. “Dabei sein ist alles” oder doch eher “Alle für einen”?

Eszter Varga, Sprecherin einer Supermarktkette:

“Wir müssen leider arbeiten und können deswegen nicht in den Stadien sein. Daher sind die Jogginghosen super, um die ungarische Mannschaft zu unterstützen und anzufeuern.”

Der Absatz von grauen Hosen stieg in Ungarn sprunghaft