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Tauwetter am schwarzen Meer: Russland und Türkei nähern sich wieder an

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Tauwetter am schwarzen Meer: Russland und Türkei nähern sich wieder an

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Nach sieben Monaten Eiszeit nähern sich Russland und die Türkei wieder an. Moskau will nun seine Sanktionen gegen die türkische Tourismusbranche aufheben und auch die Beschränkungen im bilaterale Handel sollen fallen. Das teilten die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch nach einem Telefonat mit.

Erdogan hatten zu Wochenbeginn in einem Brief Bedauern für den Tod des Piloten des abgeschossenen russischen Kampfjets ausgedrückt. Das Telefonat am Mittwoch fand nun offenbar auf Initiative Moskaus statt. Es war das erste Gespräch der beiden Präsidenten seit dem Vorfall im November.

“Was unsere bilateralen Beziehungen betrifft, möchte ich zuerst auf den Tourismus eingehen”, so Putin in einer Erklärung. “Obwohl Terrorzellen in letzter Zeit aktiver geworden sind, heben wir unsere administrativen Einschränkungen in diesem Bereich auf. Ich weise die Regierung der Russischen Föderation außerdem an, die Normalisierung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit der Türkei einzuleiten.”

Auslöser der Krise war der Abschuss eines russischen Kampfjets an der syrisch-türkischen Grenze durch die Türkei im vergangenen November.

Russland stellte daraufhin Charterflüge in die Türkei ein. Russische Touristen gehören dort zu den wichtigsten Besuchergruppen, laut dem türkischen Tourismusministerium lag ihre Zahl diesen Mai um 90 Prozent unter dem Niveau vor den Sanktionen.

In einigen Monaten könnten eine persönliche Zusammenkunft bei beiden Präsidenten anstehen – am Rande des G20-Gipfels in China, wie es aus dem Präsidentenamt in Ankara hieß.

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