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Eine "Stimme der Moral" ist verstummt: Abschied von Elie Wiesel

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Eine "Stimme der Moral" ist verstummt: Abschied von Elie Wiesel

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Angehörige und Freunde haben in New York Abschied von Elie Wiesel genommen. Der Friedensnobelpreisträger war am Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Der in Siebenbürgen geborene Publizist überlebte die Konzentrationslager von Auschwitz und Buchenwald.

“Die Welt hat eine Stimme der Moral verloren, das jüdische Volk und Israel haben einen unerschrockenen Fürsprecher verloren. Und ich persönlich habe einen sehr guten Freund verloren”, sagte der Anwalt Abraham Foxman.

Wiesel war zeitlebens ein Kämpfer gegen Antisemitismus und setzte sich gegen das Vergessen der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten ein.

Im Mai 1944 waren Wiesel und seine Familie deportiert worden. Seine jüngere Schwester und die Eltern kamen in den Lagern ums Leben. Wiesel überlebte den Holocaust und studierte nach dem Krieg in Paris. Das Erlebte verarbeitete er in Büchern, 1958 erschien das autobiografische Werk “Die Nacht”. Anfang der 60er Jahre ließ er sich in den Vereinigten Staaten nieder und nahm die US-Staatsbürgerschaft an.

“Elie Wiesel sel. A. war für uns ein großes Vorbild, dem wir immer ein ehrendes Andenken bewahren werden. Obwohl er seine ganze Familie in der Shoa verloren hatte und trotz allem, was er selbst erlitten hatte, stiftete er durch sein Wirken Frieden und Versöhnung”, sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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