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Irak: Mindestens 50 Tote nach erneutem Selbstmordanschlag

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Irak: Mindestens 50 Tote nach erneutem Selbstmordanschlag

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Eine Woche nach einem verheerenden Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind erneut mindestens 50 Menschen bei einem Selbstmordanschlag der IS-Miliz ums Leben gekommen. Rund 100 Personen wurden laut Krankenhausangaben verletzt.

Die Attacke richtete sich gegen ein schiitisches Mausoleum im Gouvernement Salah ad-Din, nördlich der Hauptstadt. Laut Polizeiinformationen sprengten sich drei Selbstmordattentäter am Eingang des Heiligtums in die Luft. Die IS-Miliz bekannte sich zu der Tat.

Der wichtigste schiitische Geistliche des Irak, Großajatollah Ali al-Sistani übte scharfe Kritik am nationalen Sicherheitsapparat. Sein Sprecher erklärte: “Wenn die Behörden ihrer Verantwortung nicht nachkommen und diese Sicherheitsverletzungen nicht beenden, werden die Terroristen immer wieder solche Verbrechen gegen das irakische Volk ausführen.”

Bei dem Autobombenanschlag auf ein Einkaufsviertel in Bagdad am vergangenen Wochenende waren mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen. Das mit Sprengstoff gefüllte Fahrzeug des Selbstmordattentäters hatte auf dem Weg in die Hauptstadt offenbar ungehindert mehrere Sicherheitskontrollen passiert.

Als Reaktion auf die Ereignisse entließ der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi die wichtigsten Chefs der Sicherheitsbehörden und des Geheimdiensts.

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