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Auch mit österreichischer Hilfe: China schießt ersten Quantensatelliten ins All

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Auch mit österreichischer Hilfe: China schießt ersten Quantensatelliten ins All

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China hat den weltweit ersten Quantensatelliten ins All geschossen. An der Entwicklung des Satelliten, der von Jiuquan im Nordwesten Chinas aus startete, waren auch Physiker des Wiener Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation beteiligt. Der Satellit trägt den Spitznamen “Micius” – nach einem chinesischen Gelehrten aus dem fünften Jahrhundert.

“Experimente sollen die Wirkungsweise der Quantentechnologie im All überprüfen und Fragen beantworten, die sich Einstein schon vor über 100 Jahren stellte. Das Projekt hat also große experimentelle und theoretische Bedeutung”, erläutert Bai Chunli von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Nach Angaben der Wissenschaftler soll der Satellit dabei helfen, eine Datenübertragung zu entwicklen, die nicht von außen manipuliert werden kann. Jörg Schmiedmayer, Quantenphysiker an der Technischen Universität Wien, betont: “Ich gratuliere allen zu dieser wunderbaren Errungenschaft, den ersten Quantensatelliten ins All gebracht und damit die Möglichkeit für neue Technologien und Erkenntnisse geschaffen zu haben. Unsere Gesellschaft fußt auf solchen neuen Entwicklungen. Damit sich unsere Gesellschaft entwickelt, brauchen wir all diese Dinge, die uns helfen.”

Der Satellit wiegt mehr als 600 Kilogramm und soll die Erde alle 90 Minuten umrunden. Die Mission ist auf zwei Jahre ausgelegt.

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