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Burkini doch nicht Grund für Gewalt auf Korsika

Die Auseinandersetzungen im Norden Korsikas zwischen Bewohnern des Dorfes Sisco und maghrebinischen Zuwanderern hatten offenbar nicht, wie ursprünglich berichtet, mit Ganzkörperschwimmanzügen für Musl

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Burkini doch nicht Grund für Gewalt auf Korsika

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Die Auseinandersetzungen im Norden Korsikas zwischen Bewohnern des Dorfes Sisco und maghrebinischen Zuwanderern hatten offenbar nicht, wie ursprünglich berichtet, mit Ganzkörperschwimmanzügen für Musliminnen, sogenannten Burkinis, zu tun. Das zumindest sagte jetzt der zuständige Staatsanwalt von Bastia, Nicolas Bessone. Bei den Ausschreitungen am Samstag waren fünf Personen verletzt worden.

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"Maghrebiner wollten den Strand für sich."

Nicolas Bessone Staatsanwalt Bastia

Besonne erklärte: “Anlass des Zwischenfalls war, dass Mitglieder einer maghrebinischen Familie einen Teil des Strandes für sich absperren und sozusagen privatisieren wollten. Sie stellten unter anderem ein Schild auf, um den Verkehr zu stoppen. Das war zwar eher symbolisch, man kam durch, aber niemand sollte an den Strand.”

Zwei Anwohner Siscos wurden inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen. Sie müssen an diesem Donnerstag vor Gericht erscheinen, ebenso drei maghrebinische Brüder aus der Stadt Bastia. Nach dem Zwischenfall hatte der Bürgermeister Siscos, Ange-Pierre Vivoni, Burkinis verboten in der Annahme, sie hätten zu der Gewalt geführt.

Vivoni verteidigte indes seine Entscheidung. Er wisse, dass die Gewalt nicht mit dem Burkini zusammenhänge, sondern damit, dass jemand am Samstag ein Foto am Strand aufgenommen habe (von einer Burkiniträgerin – die Red.). Dennoch halte er das Verbot für richtig. Es diene dem friedlichen Zusammenleben aller Gesellschaftsgruppen, so Vivoni in einem Zeitungsinterview. Religiöse Kleidung könne die Ursache schwerer Konflikte sein, sagte er. An sich störe ihn der Burkini nicht, jeder solle anziehen, was er wolle, so der Bürgermeister. In dem Moment aber, in dem solch eine Kleidung zu Auseinandersetzung führen könne, ziehe er es vor, vorsichtig zu sein.