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USA-Bargeldzahlung an Iran: Lösegeld oder Rückzahlung?

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USA-Bargeldzahlung an Iran: Lösegeld oder Rückzahlung?

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Lösegeld oder Rückzahlung? Zum ersten Mal hat das US-amerikanische Außenministerium durchblicken lassen, dass eine Bargeldzahlung an den Iran Anfang des Jahres und die Freilassung von US-Bürgern aus iranischer Gefangenschaft kurz darauf miteinander verknüpft waren. Der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, sagte, das Geld sei erst gezahlt worden, nachdem die fünf US-Bürger freigelassen worden seien. “Wenn man sich ohnehin schon Sorgen macht, ob man das Ziel erreicht und alle unsere Amerikaner da heraus bekommt, dann wäre es idiotisch und unverantwortlich gewesen, nicht den maximalen Druck aufrechtzuerhalten”, fuhr Kirby fort.

Die USA hatten 400 Millionen US-Dollar in bar an den Iran gezahlt. Zu den dann Freigelassenen gehörte auch der Washington Post-Korrespondent Jason Rezaian, der im Iran wegen Spionage verurteilt worden war. Die USA begnadigten im Gegenzug außerdem sieben Iraner, die gegen Sanktionsauflagen verstoßen hatten. Die Republikaner warfen der US-Regierung vor, ein Lösegeld für die Freilassung der US-Häftlinge gezahlt zu haben. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump sagte: “Er hat geleugnet, dass es für die Geiseln war, aber in Wirklichkeit war es das. Er sagte, wir zahlen kein Lösegeld, aber genau das haben wir getan. Er hat über die Geiseln gelogen, ganz offensichtlich.”

Die amerikanische Regierung sagt dagegen, bei dem Geld handele es sich um eine Rückzahlung für einen geplatzten Vertrag aus der Zeit vor der iranischen Revolution. Die US-Regierung zahle grundsätzlich kein Lösegeld, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest.

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