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Tod und Zerstörung: Italiens Erdbebenbilanz

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Tod und Zerstörung: Italiens Erdbebenbilanz

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Italien wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Dabei hat es im Verlaufe der Jahre teils erhebliche Zerstörung und zahlreiche Todesopfer gegeben.

Im Mai 2012 bebte in der Region Emilia-Romagna mehrmals die Erde. Insgesamt kamen 25 Menschen ums Leben. Tausende wurden obdachlos. In der Stadt Mantua wurde eine Touristenattraktion beschädigt: Am teils aus dem 14. Jahrhundert stammenden Herzogspalast traten Risse auf.

Am 6. April 2009 kam es im Zentrum des Landes zu heftigen Erdstößen, das Epizentrum lag in L’Aquila, rund 90 Kilometer nordöstlich von Rom. Die Bilanz war verheerend: 308 Personen ließen ihr Leben, für die zehntausenden Betroffenen wurden Notunterkünfte errichtet. Zur Beseitigung der Sachschäden und für den Wiederaufbau bewilligte die Regierung acht Milliarden Euro.

Vom Beben am 31. Oktober 2002 war insbesondere der Ort San Giuliano di Puglia betroffen. 30 Menschen starben in der Gemeinde, die 30 Kilometer von der Adriaküste entfernt in der Provinz Campobasso liegt. Unter den Opfern waren 27 Kinder, die unter den Trümmern der örtlichen Schule begraben wurden.

Ende September/Anfang Oktober 1997: Die Basilika San Francesco in Assisi in Mittelitalien nahm schweren Schaden. Zwölf Tote waren bei mehreren Beben innerhalb eine Woche zu beklagen.

Im Dezember 1990 bebte auf der Insel Sizilien die Erde. Zehn Jahre zuvor kamen im Raum Neapel fast 3.000 Menschen bei einem Beben ums Leben.

Als das schwerste Beben gilt jenes, das sich Ende Dezember 1908 im Süden des Landes ereignete. Es erreichte eine Stärke von 7,5, rund 95.000 Todesopfer forderte die Katastrophe. Die Stadt Messina wurde fast vollständig zerstört.

Die ältesten Filmaufnahmen der Auswirkungen von Erdstößen in Italien stammen aus dem Januar 1915: Damals gab es in den Abruzzen erhebliche Schäden. 30.000 Menschen kamen ums Leben.

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