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Apple soll in Irland 13 Milliarden Euro nachzahlen

Apple droht eine Steuernachzahlung in Höhe von bis zu 13 Milliarden Euro.

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Apple droht eine Steuernachzahlung in Höhe von bis zu 13 Milliarden Euro.

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""Bestimmte Vorteile für einzelne Unternehmen sind in der EU nicht erlaubt""

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager

Der US-Konzern habe in Irland unrechtmäßige Steuervergünstigungen erhalten, so die Europäische Kommission in Brüssel. Apple und die Regierung in Dublin wollen die Entscheidung anfechten.

“Diese 13 Milliarden Euro sind unserer Auffassung nach ungezahlte Steuern. Irische Steuerregeln ermöglichten es Apple, einen großen Teil der Gewinne einem Firmensitz zuzuweisen, der nur auf dem Papier existierte”, sagt Wettbewerbeskommissarin Margrethe Vestager. “Dieser Hauptsitz war irischen Gesetzen zufolge nicht steuerpflichtig. Bestimmte Vorteile für einzelne Unternehmen sind in der EU nicht erlaubt.”

Brüssel wirft Apple vor, aufgrund der Vereinbarungen mit Irland habe der Konzern auf die Gewinne der Handelstochter Apple Sales International einen effektiven Körperschaftssteuersatz gezahlt, der von einem Prozent im Jahr 2003 auf 0,005 Prozent im Jahr 2014 gesunken sei.

Washington kritisiert, die Steuerermittlungen Brüssels beträfen vor allem US-Unternehmen und seien rückwirkend. “Rückwirkend wären sie, wenn wir die Regeln geändert hätten. Sie wurden nicht geändert”, so Vestager. “Es geht um Steuern, die nicht beglichen wurden, was eine ganz andere Sache ist. Für uns ist es wichtig, das zu tun, wozu wir verpflichtet sind, sicherzustellen, dass der Wettbewerb in Europa fair ist und dass kein Unternehmen bestimmte Vorteile hat.”

Apple hat Geldreserven in Höhe von umgerechnet mehr als 205 Milliarden Euro, die zum größten Teil außerhalb der USA lagern.